Zentralklinikum Mittelbaden erneut auf dem Prüfstand

Gesundheitsreform verschärft wirtschaftlichen Druck auf Klinikneubau in Rastatt

Die Zukunft des geplanten Zentralklinikums Mittelbaden in Rastatt wird erneut überprüft. Hintergrund sind nach Angaben des SWR veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen infolge der Krankenhausreform des Bundes. Demnach könnten zentrale Planungsparameter des Großprojekts angepasst werden müssen.

Das neue Zentralklinikum war bislang mit Investitionen von rund 700 Millionen Euro kalkuliert und sollte nach bisherigen Planungen über 660 Betten verfügen. Der Klinikneubau soll perspektivisch die bisherigen Krankenhausstandorte in Baden-Baden, Rastatt und Bühl bündeln. Die Inbetriebnahme war bislang für das Jahr 2033 vorgesehen.

Nach Informationen des SWR wird nun insbesondere geprüft, ob die vorgesehene Bettenzahl noch wirtschaftlich tragfähig ist. Hintergrund ist die politische Zielsetzung, künftig mehr ambulante Operationen durchzuführen und stationäre Leistungen zu reduzieren. Dies könnte Auswirkungen auf die Auslastung und Dimensionierung des geplanten Klinikums haben.

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