Unimedizin Rostock stellt Oberarzt nach Rassismus-Vorwürfen frei

Klinik prüft arbeits- und strafrechtliche Konsequenzen – Ärztekammer kündigt berufsrechtliche Prüfung an

Die Universitätsmedizin Rostock (UMR) hat einen Oberarzt nach Vorwürfen rassistischer, menschenverachtender und gewaltbilligender Äußerungen in sozialen Netzwerken mit sofortiger Wirkung freigestellt. Wie der NDR berichtet, soll der Mediziner gegenüber dem Klinikvorstand die Urheberschaft der ihm zugeschriebenen Beiträge mündlich bestätigt haben. Nun werden weitere arbeits-, straf- und berufsrechtliche Konsequenzen geprüft.

Nach Bekanntwerden schwerwiegender Vorwürfe gegen einen Oberarzt hat die Universitätsmedizin Rostock unmittelbar reagiert. Nach Informationen des NDR hatte der Mediziner über einen längeren Zeitraum Beiträge in sozialen Netzwerken veröffentlicht, in denen Personengruppen herabgewürdigt und Gewalt gegen Menschen gebilligt beziehungsweise nahegelegt worden sein soll.

Der Vorstand der Universitätsmedizin konfrontierte den Mitarbeiter mit den Vorwürfen und gab ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. Nach Angaben der Klinik bestätigte der Oberarzt dabei mündlich, Urheber der betreffenden Äußerungen zu sein. Daraufhin wurde er mit sofortiger Wirkung von seiner Tätigkeit freigestellt. Die Universitätsmedizin prüfe nach Angaben des NDR nun weitere arbeitsrechtliche und strafrechtliche Schritte.