Todesfälle im St. Remigius Krankenhaus: Ermittlungen ohne Fremdverschulden beendet

Staatsanwaltschaft sieht keine Hinweise auf strafrechtlich relevantes Versäumnis – Zusammenhang der zwölf Todesfälle mit der Hitzewelle bleibt ungeklärt

Nach zwölf Todesfällen während der Hitzewelle Ende Juni im St. Remigius Krankenhaus in Leverkusen-Opladen hat die Staatsanwaltschaft Köln ihre Ermittlungen abgeschlossen. Hinweise auf ein Fremdverschulden oder ein strafrechtlich relevantes Versäumnis des Krankenhauspersonals ergaben sich nach Angaben der Ermittlungsbehörde nicht.

Die Staatsanwaltschaft hatte bei sieben der zwölf Todesfälle Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Abschluss der Untersuchungen ließ sich bei keinem dieser Fälle sicher feststellen, dass die hohen Temperaturen für den Tod verantwortlich waren.

Klinik war während Hitzewelle stark belastet

Das St. Remigius Krankenhaus verfügt über einen geriatrischen Schwerpunkt und behandelt entsprechend viele hochbetagte und mehrfach erkrankte Patienten. Bereits zu Beginn der Ermittlungen hatte die Klinik darauf hingewiesen, dass die zwölf Verstorbenen durchschnittlich 86 Jahre alt waren und die Zahl der Todesfälle für das Leistungsspektrum des Hauses nicht ungewöhnlich hoch gewesen sei.

Die Stadt Leverkusen bestätigt zugleich die außergewöhnliche Versorgungssituation während der damaligen Hitzewelle: Die Stadt hatte am 28. Juni einen Krisenstab aktiviert und von stark gestiegenen Einsatzzahlen bei Rettungsdienst und Krankenhäusern berichtet.

In Düren und Duisburg waren die Ermittlungen zu weiteren Todesfällen im Zusammenhang mit der damaligen Hitzewelle zum Berichtszeitpunkt noch nicht abgeschlossen.