Polizei ermittelt wegen möglicher Störung der Totenruhe im Lukas-Krankenhaus Bünde

Kreiskliniken Herford-Bünde melden Unregelmäßigkeiten in der Verstorbenenversorgung

Bünde – Im Lukas-Krankenhaus in Bünde ermittelt die Polizei Herford in zwei Fällen wegen des Verdachts der Störung der → Totenruhe. Beide Vorfälle sollen sich im Laufe des vergangenen Jahres in den Räumlichkeiten der Verstorbenenversorgung ereignet haben. Darüber berichtet der WDR unter Berufung auf Polizei und Klinikangaben.

Nach Angaben der Kreiskliniken Herford-Bünde (KKHB) wurden in der Pathologie des Krankenhauses Unregelmäßigkeiten an der Auffindesituation Verstorbener festgestellt. In beiden Fällen sollen die Leichname nach dem Tod bewegt worden sein. Der Vorstandssprecher der KKHB, Thomas Breidenbach, erklärte dazu: „Wir haben sofort die Polizei gerufen, weil uns etwas komisch vorkam.“

Zwei Vorfälle im Jahr 2025

Wie die Polizei Herford mitteilte, sei Mitte Juni 2025 zunächst eine weibliche Leiche mit Veränderungen an der Kleidung entdeckt worden. Ein zweiter, ähnlicher Vorfall habe sich am 30. Dezember 2025 ereignet. Dabei sei eine männliche Leiche in veränderter Lage aufgefunden worden. Beide Fälle sollen sich im gleichen Bereich der Pathologie abgespielt haben. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat die Federführung der Ermittlungen übernommen. Ob und in welchem Zusammenhang die beiden Vorfälle stehen, ist derzeit Gegenstand der Untersuchungen. Zuerst hatte das Westfalen-Blatt exklusiv über den Sachverhalt berichtet.

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