Schwabach bereitet Krankenhausverkauf vor

Bieterverfahren soll neuen Eigentümer für Klinikstandort sichern

Die Stadt Schwabach stellt die Weichen für die Zukunft ihres Krankenhauses: Ein Bieterverfahren soll einen neuen Eigentümer für die Klinik finden. Hierfür verkauft die Stadt ihre 25-Prozent-Beteiligung an Diakoneo KdöR, dem bisherigen Mehrheitseigentümer und Betreiber. Diakoneo verpflichtet sich im Gegenzug, das Verfahren zu organisieren und einen leistungsfähigen Betreiber zu suchen.

Der Schwabacher Stadtrat hat einstimmig entschieden, dass ein Trägerwechsel ohne kommunale Beteiligung die beste Möglichkeit darstellt, um medizinische Versorgung und Arbeitsplätze zu erhalten. Oberbürgermeister Peter Reiß betont die Dringlichkeit des Schrittes:

Das ist ein schwerer Entschluss. Aber nur auf diesem Weg sehen wir eine reelle Chance, Arbeitsplätze und medizinische Leistungen in Schwabach zu sichern

Bis zur Vertragsunterzeichnung mit einem neuen Betreiber wird Diakoneo den Krankenhausbetrieb weiterhin aufrechterhalten.

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund des KHZV, das ab 2027 in Kraft tritt. Dieses Gesetz sieht vor, dass in Ballungsräumen große Kliniken gestärkt werden, während kleinere Häuser, die bestimmte Standards nicht erfüllen, keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten.

Stadtkämmerin Stefanie Rother sieht im Verfahren eine Chance zur Neuaufstellung:

In diesem Gesetz sind Fördermöglichkeiten vorgesehen, um das Geschäftsmodell von Krankenhäusern von der Größe Schwabachs zu verändern und umzubauen. Das bietet Chancen für die Zukunft und den langfristigen Erhalt des Schwabacher Krankenhauses.

Falls kein neuer Betreiber gefunden wird, droht dem Schwabacher Krankenhaus mittelfristig die Schließung. Der Verkaufsprozess soll zügig umgesetzt werden, um eine nachhaltige Lösung für den Standort zu sichern.