RHÖN-KLINIKUM AG mit stabilem Wachstum im Geschäftsjahr 2025
Umsatz und Patientenzahlen steigen – Ergebnis unter Druck durch Kosten und Rahmenbedingungen
Die RHÖN-KLINIKUM AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer insgesamt stabilen wirtschaftlichen Entwicklung abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, konnten sowohl die Umsatzerlöse als auch die Patientenzahlen gesteigert werden. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein rückläufiges Konzernergebnis, was auf steigende Kosten und veränderte Rahmenbedingungen im Krankenhaussektor zurückgeführt wird.
Im Jahr 2025 wurden konzernweit rund 938.650 Patientinnen und Patienten ambulant und stationär behandelt, was einem Zuwachs von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz stieg um 6,8 Prozent auf 1,704 Milliarden Euro. Trotz dieser positiven Entwicklung sank das EBITDA auf 105,9 Millionen Euro (Vorjahr: 110,8 Millionen Euro), während der Konzerngewinn auf 36,3 Millionen Euro zurückging. Als Gründe nennt das Unternehmen insbesondere höhere Abschreibungen, Wertminderungen sowie Belastungen durch steigende Kosten für Personal, Energie und medizinische Leistungen.
Vorstand Stefan Stranz bewertet die Entwicklung vor dem Hintergrund der angespannten Lage vieler Krankenhäuser in Deutschland als weiterhin solide. Die Kombination aus wachsender Nachfrage nach medizinischer Versorgung und gleichzeitig zunehmendem wirtschaftlichem Druck präge das Marktumfeld nachhaltig. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei dabei die Zusammenarbeit im Verbund mit Asklepios Kliniken.
Im Fokus der strategischen Weiterentwicklung standen 2025 insbesondere Investitionen in neue Versorgungsangebote und medizinische Infrastruktur. So wurden unter anderem die Universitätsstandorte Gießen und Marburg enger vernetzt und ein gemeinsames Brustzentrum etabliert. Ziel ist es, Spezialisierung und Leistungsbündelung voranzutreiben – ein Ansatz, der auch im Kontext der Krankenhausreform an Bedeutung gewinnt.
Darüber hinaus investierte der Konzern gezielt in Medizintechnologie. Dazu zählen unter anderem neue Herzkatheter-Systeme, ein 3-Tesla-MRT in Marburg sowie moderne Strahlentherapiesysteme. Besonders hervorgehoben wird der Einsatz sogenannter Photon-Counting-Computertomographen, von denen der Konzern nach eigenen Angaben mehrere Systeme der neuesten Generation betreibt.
Für das Jahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro bei einem EBITDA zwischen 110 und 125 Millionen Euro. Gleichzeitig verweist der Konzern auf anhaltende Unsicherheiten durch regulatorische Eingriffe, insbesondere im Zuge der Krankenhausreform, sowie globale wirtschaftliche Risiken wie Preissteigerungen und Lieferengpässe.




