Pinneberg treibt Bau des Zentralklinikums am Ossenpadd voran
Regio Kliniken, Sana und Kreis Pinneberg planen modernen Klinikneubau zur Bündelung der stationären Versorgung
In Pinneberg schreiten die Planungen für das neue Zentralklinikum am Ossenpadd weiter voran. Das gemeinsame Neubauprojekt der Regio Kliniken GmbH, der Sana Kliniken und des Kreises Pinneberg soll die bisherigen Klinikstandorte bündeln und die stationäre Gesundheitsversorgung langfristig sichern. Nach Abschluss des Grundstückskaufs laufen derzeit die weiteren Planungs- und Genehmigungsverfahren.
Mit dem Neubau am Ossenpadd entsteht auf einer rund 13,8 Hektar großen Fläche ein Krankenhaus der neuen Generation. Der Standort verfügt über eine gute Verkehrsanbindung und soll künftig die bestehenden Krankenhausstandorte im Kreis Pinneberg unter einem Dach zusammenführen.
Nach Angaben der Projektbeteiligten stehen insbesondere kurze Wege zwischen den Fachabteilungen, moderne Medizintechnik sowie effiziente Betriebsabläufe im Mittelpunkt der Planung. Ziel ist es, die stationäre Versorgung durch die Konzentration medizinischer Kompetenzen weiter zu verbessern und gleichzeitig wirtschaftlicher zu organisieren. Für Patientinnen und Patienten sollen sich daraus Vorteile durch eine stärkere Spezialisierung, moderne Diagnostik sowie optimierte Behandlungsprozesse von der Notaufnahme bis zur Nachsorge ergeben.
Neubau als strategisches Zukunftsprojekt
Träger des Projekts sind die Regio Kliniken GmbH als Tochter der Sana Kliniken AG in enger Zusammenarbeit mit dem Kreis Pinneberg und der Stadt Pinneberg. Nach der Inbetriebnahme des neuen Krankenhauses sollen die bestehenden Klinikstandorte schrittweise zusammengeführt werden.
Damit reagiert der Klinikverbund auf die veränderten Rahmenbedingungen im Krankenhauswesen. Die Konzentration von Leistungen, steigende Qualitätsanforderungen sowie die Krankenhausreform erfordern zunehmend leistungsfähige und wirtschaftlich tragfähige Versorgungsstrukturen.
Geschäftsführerin Regina Hein erläuterte den aktuellen Projektstand in einem Gespräch mit Pinnebergs Bürgermeister Thomas Voerste. Die Verantwortlichen sehen in dem Neubau einen wichtigen Baustein für die langfristige Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Region.
Planungsverfahren schreitet voran
Parallel zur Projektentwicklung wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen weiter vorangebracht. Für den Bebauungsplan Nr. 99 „Ossenpadd“ sowie die Änderung des Flächennutzungsplans fanden umfangreiche Beteiligungsverfahren statt.
Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange konnten Stellungnahmen zu den Planunterlagen einreichen. Nach Angaben der Stadt Pinneberg werden sämtliche Hinweise im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Abwägungsverfahrens geprüft und gegebenenfalls in die weitere Planung aufgenommen.
Mit dem späteren Satzungsbeschluss des Bebauungsplans sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Klinikneubau geschaffen werden. Der tatsächliche Baubeginn hängt anschließend vom Verlauf der weiteren Genehmigungs- und Vergabeverfahren ab.
Konzentration der Versorgung als bundesweiter Trend
Das Zentralklinikum in Pinneberg steht beispielhaft für den bundesweiten Strukturwandel der Krankenhauslandschaft. Viele Klinikträger bündeln Standorte, um medizinische Qualität, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit langfristig miteinander zu verbinden. Für den Kreis Pinneberg soll das neue Krankenhaus neben der medizinischen Versorgung auch wirtschaftliche Impulse setzen. Erwartet werden neue Arbeitsplätze sowie eine nachhaltige Stärkung des Gesundheitsstandortes.
Mit dem Projekt verfolgen die Beteiligten das Ziel, eine moderne und zukunftsfähige Krankenhausversorgung aufzubauen, die den steigenden Anforderungen an Spezialisierung, Digitalisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit gerecht wird.




