Ostalbkreis: Klinikdefizite bedrohen die kommunale Haushaltsfähigkeit
Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser im Ostalbkreis bleibt die größte Herausforderung für den Landkreis
Mit einem Defizit von rund 60 Millionen Euro belasten die Kliniken den Haushalt so stark, dass dieser nur durch eine Ausgliederung der Klinikkosten überhaupt genehmigungsfähig blieb. Landrat Dr. Joachim Bläse warnt nun eindringlich davor, dass die aktuellen Reformpläne aus Berlin die lokalen Sanierungsanstrengungen zunichtemachen könnten, berichtet die Schwäbische Post.
Während der Landkreis intern massive Umstrukturierungen vorantreibt, um die Kliniklandschaft zukunftsfest zu machen, verschärfen sich die externen Rahmenbedingungen zusehends. Die finanzielle Belastung durch die Kliniken ist so immens, dass sie zum bestimmenden Faktor für die gesamte kommunale Finanzplanung geworden ist.
Um den Kreishaushalt formal korrekt aufstellen zu können, sah sich die Verwaltung gezwungen, die Kosten für die Kliniken separat zu behandeln. Das Defizit verharrt auf dem hohen Niveau von 60 Millionen Euro. Landrat Bläse betonte, dass dieser Schritt notwendig war, um die Handlungsfähigkeit des Kreises zu wahren, er jedoch nichts an der faktischen Schuldenlast ändere.





