Oberschwabenklinik mit 23,2 Millionen Euro Defizit: Geschäftsführer warnt vor weiter steigendem Finanzdruck

Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser bleibt angespannt. Auch die Oberschwabenklinik (OSK) in Ravensburg und Wangen kämpft mit einem erheblichen Defizit

Wie die Schwäbische Zeitung berichtet, weist der kreiseigene Klinikverbund für das Jahr 2025 ein negatives Jahresergebnis von 23,2 Millionen Euro aus. Damit bewegt sich das Defizit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Im Jahr 2024 hatte die OSK einen Fehlbetrag von 23,3 Millionen Euro ausgewiesen. Geschäftsführer Franz Huber warnte jedoch davor, die nahezu unveränderte Zahl als Stabilisierung zu interpretieren. Die Rahmenbedingungen für Krankenhäuser hätten sich weiter verschärft.

Für das laufende Jahr strebt die Klinik an, das Defizit auf knapp unter 20 Millionen Euro zu reduzieren. Die Entwicklung ab dem Jahr 2027 sei jedoch aufgrund weiterer gesetzlicher Veränderungen schwer vorhersehbar.

Eine positive Entwicklung zeigt sich bei der Personalstruktur. Nach Angaben von Geschäftsführer Franz Huber konnte die OSK den Einsatz teurer Zeitarbeitskräfte deutlich reduzieren. Während im Jahr 2024 noch umgerechnet 76 Vollzeitkräfte über externe Personaldienstleister beschäftigt waren, lag die Zahl 2025 nur noch bei 18 Vollzeitkräften. Im Dezember sei der Bedarf zeitweise sogar auf null gesunken. Vollständig auf externe Unterstützung könne die Klinik jedoch weiterhin nicht verzichten, insbesondere in sensiblen Bereichen wie den Notaufnahmen oder zur Absicherung von Bereitschaftsdiensten. Gleichzeitig stieg die Zahl der festangestellten Mitarbeitenden von 2.973 auf 3.145 Beschäftigte.

Auch bei der Leistungsentwicklung verzeichnet die Oberschwabenklinik eine positive Entwicklung. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 37.660 vollstationäre Patientinnen und Patienten behandelt.

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