NRW fördert Klinikneubauten im Mühlenkreis mit 178 Millionen Euro
Förderbescheid ermöglicht Neubau in Espelkamp und Erweiterung in Bad Oeynhausen – vier bisherige Klinikstandorte werden an zwei Standorten gebündelt
Die Mühlenkreiskliniken erhalten vom Land Nordrhein-Westfalen 178 Millionen Euro für die Neuordnung ihrer Krankenhausstandorte. Die Förderung fließt in den Neubau des Klinikums Lübbecker Land in Espelkamp sowie einen Anbau an die Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat den Förderbescheid jetzt an den kommunalen Klinikverbund übergeben.
Mit der Förderentscheidung erhält die seit Jahren geplante Strukturreform im Kreis Minden-Lübbecke eine wesentliche finanzielle Grundlage. Die Investitionen stehen zugleich im Zusammenhang mit der Umsetzung des neuen nordrhein-westfälischen Krankenhausplans.
Lübbecke und Rahden werden in Espelkamp zusammengeführt
Im Lübbecker Land soll ein neues Klinikum in Espelkamp entstehen. Dort werden künftig die stationären Angebote der bisherigen Krankenhausstandorte Lübbecke und Rahden gebündelt.
Auch in Bad Oeynhausen ist eine Standortkonzentration vorgesehen. Das Krankenhaus Bad Oeynhausen und die Auguste-Viktoria-Klinik sollen am Standort der AVK zusammengeführt werden. Dafür ist ein Anbau an die bestehende Klinik geplant. Nach Angaben der Mühlenkreiskliniken sollen mit der Neuordnung medizinische Leistungen stärker gebündelt, Doppelstrukturen reduziert und die Standorte entsprechend ihrer künftigen Versorgungsaufgaben weiterentwickelt werden.
Förderbescheid leitet Umsetzungsphase ein
Der kommunale Klinikverbund sieht mit der Übergabe des Förderbescheids die jahrelange Grundsatz- und Planungsphase weitgehend abgeschlossen. Nun rücken die konkrete Umsetzung der beiden Bauprojekte und die damit verbundenen Veränderungen der medizinischen Strukturen in den Mittelpunkt.
Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Ali Doğan bezeichnete die 178 Millionen Euro als eine der höchsten Förderungen, die jemals an ein Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen vergeben worden seien. Zugleich wertet der Kreis die Förderung als Bestätigung dafür, dass die geplante Neuordnung mit der Krankenhausplanung des Landes vereinbar ist.




