Neuer Eigentümerstruktur für die Lausitz Klinik Forst besiegelt
Stadt Forst und Diakonissenhaus Teltow starten gemeinsame Trägerschaft – Fokus auf ambulante Medizin und Kooperation in der Lausitz
Die Lausitz Klinik Forst hat seit wenigen Tagen eine neue Eigentümerstruktur: 51 Prozent der Anteile hält nun das Diakonissenhaus Teltow, 49 Prozent die Stadt Forst/Lausitz. Damit beginnt laut Beteiligten ein neues Kapitel für das Krankenhaus mit angeschlossenem MVZ. Ziel ist eine strategische Weiterentwicklung des Standorts mit stärkerem Fokus auf ambulante Leistungen und regionale Kooperationen.
Die Lausitz Klinik Forst steht seit dem 3. April 2026 unter einer neuen Trägerstruktur. Wie das Teltower Stadt-Blatt berichtet, hält das Diakonissenhaus Teltow künftig 51 Prozent der Anteile, während die Stadt Forst/Lausitz weiterhin mit 49 Prozent beteiligt bleibt. Mit dieser Neuordnung beginnt nach Einschätzung der Verantwortlichen eine neue Entwicklungsphase für den Krankenhausstandort mit angeschlossenem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ).
Nach Angaben der Beteiligten soll die Neuausrichtung die langfristige Stabilität und medizinische Weiterentwicklung des Hauses sichern. Der kaufmännische Vorstand des Diakonissenhauses Teltow, Prof. h.c. (BUK) Hans-Ulrich Schmidt, betonte im Rahmen der Übergabe, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen worden seien und eine tragfähige Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit geschaffen wurde. Auch der Vertreter der Stadt Forst, Jens Handreck, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Eigentumsübertragung.
Die medizinische Ausrichtung der Lausitz Klinik Forst soll künftig stärker auf ambulante operative Leistungen ausgerichtet werden. Ergänzend bleiben die stationären Schwerpunkte in der Geriatrie sowie der Inneren Medizin bestehen. Gleichzeitig soll die Klinik ihre Rolle im regionalen Gesundheitsnetzwerk der Lausitz weiter ausbauen.
Besonders im Fokus steht dabei die Kooperation mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem sowie dem Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben, das ebenfalls zum Verbund des Diakonissenhauses Teltow gehört. Ziel dieser Vernetzung ist eine engere Abstimmung medizinischer Angebote zwischen den Standorten Forst und Guben, um Versorgungsstrukturen effizienter zu gestalten und Synergien zu nutzen.
Nach Aussage von Prof. h.c. Schmidt ergänzen sich die beiden Standorte Forst und Guben nahezu ideal im medizinischen Angebot. Forst solle dabei weiterhin als stabiler Gesundheitsstandort in der Region etabliert werden. Die Geschäftsführung für beide Einrichtungen liegt künftig bei Andreas Mogwitz.
Politische Unterstützung erhielt der Neustart durch Vertreter der Region. Spree-Neiße Landrat Harald Altekrüger sowie sein designierter Nachfolger Martin Heusler und Forsts Bürgermeisterin Simone Taubenek überbrachten vor Ort ihre guten Wünsche für die zukünftige Entwicklung der Klinik.
Mit der neuen Eigentümerstruktur und strategischen Neuausrichtung wird die Lausitz Klinik Forst in ein regional stärker vernetztes Versorgungskonzept eingebettet, das sowohl stationäre als auch ambulante Strukturen kombiniert.






