MVZ Friedrichshafen und Tettnang: Gläubiger stimmen Insolvenzplänen einstimmig zu

Neustart zum Jahresbeginn 2026 mit der Oberschwabenklinik als neuem Gesellschafter

Positive Nachrichten für die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Friedrichshafen und Tettnang: In beiden laufenden Insolvenzverfahren haben die Gläubiger den jeweiligen Insolvenzplänen am vergangenen Freitag einstimmig zugestimmt. Damit ist die entscheidende letzte Hürde genommen, die Verfahren sollen noch zum Jahresende aufgehoben werden. Die MVZ können somit ab 1. Januar 2026 ihren Neustart wie geplant vollziehen.

Im Rahmen der Insolvenzplanlösungen wird die Oberschwabenklinik gGmbH neuer Gesellschafter der beiden Zentren und übernimmt deren Weiterführung. Die medizinische Versorgung bleibt gesichert, die MVZ werden in den bisherigen Räumlichkeiten betrieben und behalten ihre Kassensitze.

Die Zustimmung der Gläubiger bedeutet überdurchschnittlich hohe Insolvenzquoten: Für die MVZ Friedrichshafen wird mit mindestens 50 Prozent und für die MVZ Tettnang sogar mit mindestens 80 Prozent gerechnet. PLUTA-Partner Steffen Beck betont: „Dies sind tolle Nachrichten für die Mitarbeiter und die Patienten. Wir erzielen eine dauerhafte Lösung für die Versorgungszentren, die aus eigener Kraft weitergeführt werden können.“

Trotz der Insolvenz wurde der medizinische Betrieb der MVZ in den letzten Monaten aufrechterhalten. Parallel führten die Sanierungsexperten von PLUTA einen strukturierten Investorenprozess durch. Ab Januar 2026 übernimmt die Oberschwabenklinik die Verantwortung, während die verbundenen Kliniken nicht Teil der Verfahren sind.

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