Malteser übernehmen Diako Krankenhaus in Flensburg

Trägerwechsel sichert Beteiligung am geplanten Fördeklinikum und bündelt Krankenhausstrukturen in der Region

Die Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH hat die Geschäftsanteile der Evangelisch-Lutherischen Diakonissenanstalt zu Flensburg an der DIAKO Krankenhaus gGmbH sowie an der Fördeklinikum Katharinen-Hospital gemeinnützige GmbH übernommen. Der Abschluss der Transaktion erfolgte Anfang März 2026. Darüber informierte die Kanzlei Redeker Sellner Dahs, die die Malteser bei der Übernahme rechtlich begleitet hat.

Mit dem Erwerb der Anteile geht die Trägerschaft des traditionsreichen Diako Krankenhauses in Flensburg vollständig auf die Malteser über. Das Krankenhaus wurde bereits im Jahr 1874 gegründet und wird seit 2021 von der DIAKO Krankenhaus gGmbH betrieben. Durch die Übernahme stärken die Malteser ihre Rolle als wichtiger Träger in der Krankenhausversorgung in Schleswig-Holstein.

Die Transaktion betrifft zudem die Fördeklinikum Katharinen-Hospital gemeinnützige GmbH. Das Projekt sieht vor, die bestehenden Krankenhäuser in Flensburg – das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital und das Diako Krankenhaus – langfristig in einem gemeinsamen Neubau zusammenzuführen. Das geplante Fördeklinikum soll nach derzeitiger Planung im Jahr 2030 eröffnet werden und gilt als zentrales Strukturprojekt für die stationäre Versorgung in der Region. Mit der nun erfolgten Anteilsübernahme liegt die vollständige Trägerschaft dieses Vorhabens bei den Maltesern.

Die rechtliche Begleitung der Transaktion erfolgte durch die Kanzlei Redeker Sellner Dahs. Nach Angaben der beteiligten Akteure umfasste die Beratung alle Phasen des Anteilserwerbs, darunter die Prüfung und Ausgestaltung des Anteilskaufvertrags sowie die Begleitung bis zum Abschluss des sogenannten Closings. „Gerade Transaktionen im Gesundheitswesen verlangen allen Beteiligten ein Höchstmaß an Koordination, regulatorischem Know-how und Vertrauen“, erklärte Dr. Cathrin Brünkmans, Counsel bei Redeker Sellner Dahs.

Das Projekt verdeutlicht zugleich den strukturellen Wandel im Krankenhaussektor, bei dem zunehmend größere Trägerstrukturen entstehen und bestehende Einrichtungen organisatorisch zusammengeführt werden. Nach Einschätzung der beteiligten Akteure erfordern solche Zusammenschlüsse neben rechtlicher und finanzieller Planung auch ein tiefes Verständnis für die spezifischen Anforderungen gemeinnütziger Trägerstrukturen im Gesundheitswesen.

Mit der Übernahme und der geplanten Zusammenführung der beiden Krankenhäuser in einem Neubau soll langfristig eine stabile und zukunftsfähige Krankenhausversorgung für die Region Flensburg gesichert werden.

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