Landkreis Anhalt-Bitterfeld übernimmt Helios Klinik Zerbst
Alle Beschäftigten sollen zum 1. März 2026 übernommen werden
Kurz vor Weihnachten gibt es eine positive Nachricht für die Beschäftigten der Helios Klinik Zerbst/Anhalt: Im Zuge der geplanten Übernahme des Krankenhauses durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld sollen sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landkreises vom 21. Dezember 2025 hervor.
Grundlage ist eine Einigung, die am 18. Dezember 2025 in Berlin erzielt wurde. Eine vom Landrat des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Andy Grabner (CDU), angeführte Delegation verhandelte dort mit dem bisherigen Träger Helios über die Eckpunkte der Übernahme. Der Delegation gehörten neben dem Landrat dessen Stellvertreter Volker Krüger sowie Dr. René Rottleb, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Bitterfeld/Wolfen, an. Begleitet wurden die Gespräche von Dr. Nicolas Krämer, Vorstandsvorsitzender der Klinikmanagement- und Beratungsgesellschaft HC&S, die den Landkreis im gesamten Prozess unterstützt.
Am Ende der Verhandlungen unterzeichneten beide Seiten eine Eckpunktevereinbarung, die in den kommenden Wochen in rechtlich verbindliche Verträge überführt werden soll. Ein zentraler Bestandteil dieser Vereinbarung ist die Zusage, dass alle Beschäftigten der Helios Klinik Zerbst/Anhalt vom Landkreis übernommen werden. Damit soll sowohl Planungssicherheit für die Mitarbeitenden geschaffen als auch die Zukunftsfähigkeit des Klinikstandorts gestärkt werden.
Landrat Andy Grabner erklärte dazu: „Wir haben von Anfang an versucht, den Kolleginnen und Kollegen des Krankenhauses eine berufliche Perspektive in Zerbst zu erhalten. Die Zusage zur vollständigen Übernahme ist dafür ein starkes Zeichen.“ Nach einer konstruktiven Verhandlungsrunde sei der Abschluss nun in greifbare Nähe gerückt. Allerdings stehe dieser noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht sowie der Freigabe durch den Kreistag.
Der Zeitplan bleibt ambitioniert. Noch im laufenden Jahr sollen weitere Gespräche mit dem Landesverwaltungsamt in Halle (Saale) als zuständiger Kommunalaufsichtsbehörde geführt werden. Ziel ist es, die formalen Voraussetzungen fristgerecht zu schaffen und den Übergang zum 1. März 2026 reibungslos zu gestalten. Damit soll die medizinische Versorgung in Zerbst und der Region dauerhaft in kommunaler Trägerschaft gesichert werden. Für die Beschäftigten der Klinik bedeutet die erzielte Einigung eine positive Perspektive zum Jahresende.







