Kreistag Kleve stimmt Krankenhausprojekt Karl32 zu
KKLE erhält Rückhalt für 300-Millionen-Euro-Transformation – Förderbescheid des Landes NRW steht noch aus
Der Kreistag des Kreises Kleve hat den Plänen zur umfassenden Neustrukturierung der Krankenhausversorgung im Rahmen des Projekts „Karl32“ zugestimmt. Mit dem positiven Votum unterstützt der Landkreis den Förderantrag der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE). Die endgültige Entscheidung über die beantragten Fördermittel trifft nun das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW).
Mit der Zustimmung des Kreistages wurde ein wichtiger Meilenstein für die geplante Krankenhaustransformation im Kreis Kleve erreicht. Der Landkreis war im Rahmen des Förderverfahrens durch die Landesregierung um eine Stellungnahme gebeten worden. Nach dem positiven Votum fehlt nun lediglich noch der formale Förderbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen.
Investitionen von 300 Millionen Euro geplant
Das Projekt „Karl32“ wurde im Mai gemeinsam von der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE) und der cusanus trägergesellschaft trier (ctt) vorgestellt. Ziel ist es, die Krankenhausstandorte Kleve und Geldern zu leistungsfähigen Schwerpunktkrankenhäusern mit erweiterten medizinischen Versorgungsangeboten auszubauen.
300-Millionen-Euro-Transformation bündelt stationäre Leistungen in Kleve und Geldern
Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 300 Millionen Euro. Davon will die KKLE rund 60 Millionen Euro aus Eigenmitteln finanzieren. Weitere etwa 240 Millionen Euro sollen aus dem Transformationsfonds bereitgestellt werden, der jeweils zur Hälfte durch Bund und Land finanziert wird. Nach Angaben der Projektträger zählt Karl32 damit zu den größten geplanten Investitionen in die Krankenhausstruktur Nordrhein-Westfalens.
Förderentscheidung des Landes steht aus
KKLE-Geschäftsführer Sadık Taştan bezeichnete die einstimmige Zustimmung des Kreistages als wichtiges Signal für die zukünftige Gesundheitsversorgung am Niederrhein. Das Votum unterstreiche das Vertrauen in die Arbeit der mehr als 3.500 Beschäftigten der Trägergesellschaft und stärke den Versorgungsauftrag für die Region.
Nach Abschluss des kommunalen Beteiligungsverfahrens liegen nun alle Voraussetzungen für die abschließende Entscheidung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen vor. Mit dem Förderbescheid wird nach Angaben der KKLE zum Jahreswechsel 2026/2027 gerechnet. Die vollständige Umsetzung der Krankenhaustransformation soll bis 2032 erfolgen.




