Kreiskliniken Günzburg-Krumbach und Universitätsklinikum Augsburg intensivieren Zusammenarbeit in der Herzmedizin

Kooperationsvertrag stärkt Versorgung, Lehre und Forschung in Kardiologie und Herzchirurgie

Günzburg/Augsburg – Die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach sind seit dem 1. November Lehrkrankenhaus der Universität Augsburg. Jetzt haben beide Häuser ihre Zusammenarbeit in der Herzmedizin weiter intensiviert: Am Montag unterzeichneten die Klinikvorstände und verantwortlichen Chefärzte den „Kooperationsvertrag Kardiologie“.

Die Vereinbarung legt die Grundlage für ein enges Zusammenwirken in der Inneren Medizin, Kardiologie und Herzchirurgie. Ziel sei es, die jeweiligen Leistungsschwerpunkte zu betonen. Für das Universitätsklinikum Augsburg (UKA) bedeutet dies insbesondere die Stärkung der Supra-Maximalversorgung durch die Behandlung hochkomplexer Krankheitsbilder sowie die Verstärkung von Aufgaben in Lehre und Forschung.

Ein zentraler Bestandteil der Kooperation sind interdisziplinäre Fallkonferenzen – die sogenannten Heart-Team-Besprechungen – die bereits seit Oktober wöchentlich stattfinden. Dabei werden stationäre Patienten der Kreiskliniken vorgestellt, und Herzspezialisten tauschen sich mit den Kollegen des UKA zur Unterstützung der Behandlung aus. Prof. Dr. med. Klaus Markstaller, Ärztlicher Direktor des UKA, betonte, dass Vertrauen und professionelle Kommunikation das Projekt tragen: „Das Projekt diene sehr dem Wohle der Patienten, es sei gut für das Personal, die Kliniken und deren Träger.“

Zusätzlich steht das ärztliche Fachpersonal des UKA den Kreiskliniken in verschiedenen Leistungsbereichen der Kardiologie für konsiliarärztliche Rücksprachen zur Verfügung – telefonisch oder via Telekonsil, bei Bedarf auch in Anwesenheit des Patienten. Prof. Dr. med. Philip Raake sieht hierin „einen schnellen Versorgungsweg in die Spitzenmedizin“ und bietet zudem Qualifizierungen von Pflegekräften für das Herzkatheterlabor an.

Auch die Herzchirurgie profitiert: Prof. Dr. med. Friedrich Eckstein betonte, dass Patienten künftig von einer grundlegenden Behandlung im gemeinsamen Konsens beider Häuser profitieren. Chefarzt Dr. med. Carsten Hehlert-Friedrich ergänzte: „Ich bin froh über die Situation, die wir nun haben. Das bedeutet ein höheres Niveau, eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Weitere Fachbereiche sollen künftig ebenfalls auf Basis eines Kooperationsvertrags enger zusammenarbeiten. Damit setzen die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach und das UKA ein starkes Signal für qualitativ hochwertige Patientenversorgung, praxisnahe Lehre und gemeinsame Forschung.

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