Kliniken in Günzburg, Schwaben und Burgau formalisieren Kooperation zur Sicherung der Patientenversorgung
Regionale Kliniken bündeln Expertise und erfüllen Anforderungen der Krankenhausreform
Die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach, die Bezirkskliniken Schwaben und das Therapiezentrum Burgau (TZB) haben kürzlich mehrere Kooperationsverträge unterzeichnet. Ziel ist es, gegenseitig medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen, die Patientinnen und Patienten profitieren lassen und gleichzeitig die Vorgaben des KHVVG erfüllen.
Zentraler Bestandteil der Krankenhausreform sind die Leistungsgruppen. Jedes Krankenhaus muss festlegen, welche Leistungsgruppen es anbieten möchte und dafür ausreichende Ressourcen wie Fachpersonal, Infrastruktur und Bereitschaftsdienste vorhalten. Können die Anforderungen nicht erfüllt werden, dürfen die Leistungen grundsätzlich nicht mit den Krankenkassen abgerechnet werden.
Die Kooperation am Campus Günzburg besteht bereits seit Jahrzehnten, unter anderem durch ein gemeinsames Dienstleistungs- und Logistikzentrum (DLZ), das Medicalprodukte, Arzneimittel, Verpflegung und Wäsche bereitstellt. „Wir leben die Kooperation seit langem – zum Wohle der Patienten. Die Erfüllung der Anforderungen aus dem KHVVG ist eine Bestätigung dessen, was wir seit Jahren leben“, sagt Robert Wieland, Vorstand der Kreiskliniken Günzburg-Krumbach.
Im Rahmen der Kooperation erbringen die Kreiskliniken Leistungen des Bezirkskrankenhauses (BKH) in Neurochirurgie (inklusive Wirbelsäulenchirurgie), Neurologie und Stroke Unit. Im Gegenzug stellt das BKH Expertise in Allgemeiner Innerer Medizin, Allgemeiner Chirurgie und Gefäßchirurgie bereit. Dadurch kann die Klinik Günzburg als regionales Traumazentrum agieren und die Notfallstufe 2 sichern, während Patienten mit Schlaganfall von der Nähe zur Stroke Unit profitieren. Für das BKH bedeutet dies, dass internistische und chirurgische Leistungen vor Ort verfügbar bleiben und alle bisherigen Leistungsgruppen weiterhin angeboten werden können, betont Stefan Brunhuber, Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken Schwaben.
Auch das Therapiezentrum Burgau profitiert: Um Leistungsgruppen in Allgemeiner Neurologie, Neuro-Reha und Intensivmedizin weiterhin anbieten zu können, erhält die Einrichtung Unterstützung in Innerer Medizin und Chirurgie von den Kreiskliniken. „Die Vereinbarungen, die wir jetzt geschlossen haben, sind essenziell, um das Versorgungsangebot beibehalten zu können“, sagt Stefan Graf, Geschäftsführer des TZB.
Die Zusammenarbeit erfolgt praxisnah: Bei Bedarf tauschen sich Ärztinnen und Ärzte der Partnerkliniken direkt aus, Fachärzte können bei Bedarf ins Partnerhaus kommen, und diagnostische Leistungen werden standortübergreifend erbracht.
Die Vertragsunterzeichnung kurz vor Weihnachten formalisiert eine bereits gelebte Kooperation und sichert die Gesundheitsversorgung in der gesamten Region nachhaltig ab.




