Krankenhaus Sigmaringen verkürzt Liegezeiten durch roboterassistierte Chirurgie
Mehr als 500 Eingriffe mit Da-Vinci-System seit Einführung im Jahr 2024
Am Krankenhaus Sigmaringen werden chirurgische Eingriffe zunehmend minimalinvasiv durchgeführt. Dabei kommt seit Mai 2024 ein roboterassistiertes Operationssystem des Typs Da Vinci zum Einsatz. Der Landkreis Sigmaringen hatte den Operationsroboter mit einem Investitionsvolumen von rund 2,4 Millionen Euro finanziert. Seit der Inbetriebnahme wurde das System bereits bei mehr als 500 operativen Eingriffen genutzt.
Nach Angaben des Krankenhauses zeigen sich deutliche Vorteile für Patientinnen und Patienten, berichtet die Schwäbische Zeitung im Rahmen eines Pressegespräches. Im Vergleich zu konventionellen offenen Operationen mit größeren Schnitten ermöglicht die minimalinvasive Chirurgie ein schonenderes Vorgehen. Große operative Zugänge sind häufig mit längeren Heilungsphasen, auffälligeren Narben sowie einer verzögerten Mobilisierung verbunden. Roboterassistierte Verfahren hingegen erlauben präzisere Eingriffe mit kleineren Schnitten.
Dies wirke sich unmittelbar auf die Verweildauer im Krankenhaus aus. Patienten können sich nach minimalinvasiven Eingriffen in der Regel schneller erholen, früher mobilisiert werden und das Krankenhaus entsprechend früher verlassen. Das Krankenhaus Sigmaringen sieht darin nicht nur einen medizinischen Fortschritt, sondern auch einen Beitrag zur effizienteren Nutzung stationärer Ressourcen.






