Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift stellt Führungsstruktur neu auf

Neues Direktorium setzt auf interprofessionelle Führung und strategische Weiterentwicklung im Reformumfeld

Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift hat seine Führungsstruktur neu geordnet und ein dreiköpfiges Direktorium etabliert. Wie das Haus aktuell mitteilt, übernehmen Geschäftsführer und Kaufmännischer Direktor Fabian Linke, Pflegedirektor Franz Josef Kravanja sowie der neue Ärztliche Direktor Prof. Dr. Tim Strate gemeinsam die strategische Verantwortung. Die Neustrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund der bundesweiten Krankenhausreform und veränderter regionaler Versorgungsstrukturen.

Geschäftsführer Fabian Linke (rechts) mit dem interprofessionellen Führungsteam des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift: Pflegedirektor Franz Josef Kravanja, OP-Manager Jan Friedrichs, Ordensschwester Luise Wahrhausen, Ärztlicher Direktor Prof. Tim Strate, Kaufmännischer Leiter Wolfgang Buchholz und Stellvertretender Ärztlicher Direktor Dr. Timo Rath (v. l.).Foto: Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Geschäftsführer Fabian Linke (rechts) mit dem interprofessionellen Führungsteam des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift: Pflegedirektor Franz Josef Kravanja, OP-Manager Jan Friedrichs, Ordensschwester Luise Wahrhausen, Ärztlicher Direktor Prof. Tim Strate, Kaufmännischer Leiter Wolfgang Buchholz und Stellvertretender Ärztlicher Direktor Dr. Timo Rath (v. l.).
Foto: Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Mit der Neubesetzung reagiert das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift auf personelle Veränderungen und strukturelle Herausforderungen. Prof. Dr. Tim Strate folgt als Ärztlicher Direktor auf Prof. Dr. Stefan Jäckle, der Ende 2025 nach 25 Jahren im Haus in den Ruhestand verabschiedet wurde. Strate war zuvor stellvertretender Ärztlicher Direktor und ist seit 2008 Chefarzt der Chirurgischen Klinik. Gemeinsam mit Fabian Linke und Franz Josef Kravanja bildet er künftig das Direktorium; alle drei sind zugleich Teil der siebenköpfigen Krankenhausleitung.

Geschäftsführer Fabian Linke betont in der aktuellen Mitteilung den strategischen Anspruch der Neuaufstellung. Man setze „bewusst auf ein starkes, interprofessionelles Führungsteam“, das Verantwortung teile und Entscheidungen gemeinsam trage. Ziel sei es, medizinische Qualität, wirtschaftliche Stabilität und Innovationskraft miteinander zu verbinden.

Für das Krankenhausmanagement bedeutet die neue Struktur eine stärkere Verzahnung von Medizin, Pflege und Verwaltung auf Leitungsebene. Neben dem Direktorium gehören der stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Timo Rath, OP-Manager Jan Friedrichs, der Kaufmännische Leiter Wolfgang Buchholz sowie Ordensschwester Luise Wahrhausen weiterhin dem Führungsgremium an. Damit kombiniert das Haus personelle Kontinuität mit neuen Impulsen.

Strategisch setzt das St. Adolf-Stift auf Spezialisierung und Kapazitätsanpassung. In den vergangenen Jahren wurden neue Fachabteilungen wie Kardiologie, Onkologie, Urologie und zuletzt Neurologie aufgebaut. Mit Blick auf die anstehende Eröffnung einer neuen Zentralen Notaufnahme wurde eine 24/7-Schlaganfalleinheit etabliert. Strate verweist auf eine langfristige Ausrichtung: Leistungsstarke, wirtschaftlich arbeitende Häuser mit klarer Spezialisierung würden sich in einer konsolidierenden Krankenhauslandschaft behaupten.

Im Kontext der Krankenhausreform und des Wegfalls des benachbarten Krankenhauses Geesthacht plant die Leitung nach eigenen Angaben eine gezielte Stärkung der OP-Kapazitäten sowie eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Bettenstruktur. Gleichzeitig soll die Ambulantisierung medizinischer Leistungen verantwortungsvoll vorangetrieben werden. Dr. Timo Rath unterstreicht, dass bei allen politischen Zielsetzungen die medizinische Verantwortung und Patientensicherheit oberste Priorität hätten.

Auch die Pflege erhält im neuen Führungsmodell besonderes Gewicht. Franz Josef Kravanja, seit 1. Januar 2026 im Amt, bringt langjährige Leitungserfahrung unter anderem vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel sowie zuletzt vom Klinikum Itzehoe mit. Ein Schwerpunkt liegt auf Nachwuchsförderung und Personalbindung: Rund die Hälfte der Stellen im Pflege- und Funktionsdienst wird mittlerweile mit Absolventinnen und Absolventen des eigenen Campus für Gesundheitsberufe besetzt.

Mit der Neuaufstellung positioniert sich das Reinbeker Krankenhaus als regionaler Versorger, der die strukturellen Veränderungen aktiv gestalten will. Für Klinikmanager und Medizincontroller verdeutlicht die Maßnahme, wie Governance-Strukturen im Reformprozess angepasst werden können, um Spezialisierung, Wirtschaftlichkeit und interprofessionelle Zusammenarbeit strategisch zu bündeln.

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