Krankenhaus Hennigsdorf soll geschlossen werden
Versorgung der Industriestadt soll in eine Tagesklinik umgewandelt werden
Das Krankenhaus Hennigsdorf, das derzeit 458 Betten sowie mehr als 600 Ärzte und Pflegekräfte beschäftigt, werde in den kommenden Jahren geschlossen. Laut Oberhavel-Landrat Alexander Tönnies (SPD) soll das Krankenhaus innerhalb der nächsten 5 bis 7 Jahre in eine Tagesklinik umgewandelt werden, die ohne Betten und ohne ein 24-Stunden-Angebot an Wochenenden auskommen muss…
Hennigsdorfer Bürgermeister fordert den Erhalt des Krankenhauses trotz geplanter Umstrukturierungen
Mit der Krankenhausreform, die am 1. Januar 2025 in Kraft trat, stehen die Kliniken im Landkreis Oberhavel vor Umstrukturierungen. Landrat Alexander Tönnies und Dr. Detlef Troppens, Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken GmbH, haben bereits angekündigt, dass im Rahmen der Reform kostensparende Maßnahmen und Effizienzsteigerungen notwendig seien. Dies betrifft alle drei Klinikstandorte in Hennigsdorf, Oranienburg und Gransee. Das Krankenhaus Hennigsdorf könnte von diesen Veränderungen betroffen sein, da Oranienburg bei den geplanten Änderungen Vorrang hat.
Hennigsdorfs Bürgermeister, Thomas Günther, betont jedoch vehement die Bedeutung des Krankenhauses für die Stadt. Mit der Begründung, dass 27.000 Menschen in Hennigsdorf leben und die Klinik einen zentralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung darstellt, fordert er den Erhalt des Standortes. Besonders hervorzuheben ist, dass der neue Operationssaal, der kürzlich für 6 Millionen Euro fertiggestellt wurde, und die modernen OP-Säle den Standort stärken.
Die Stadt Hennigsdorf fordert eine Überarbeitung der Reform und den Erhalt aller Krankenhausstandorte. Bürgermeister Günther verweist auf die hohe Zahl älterer Menschen in der Region und die Notwendigkeit, eine verlässliche medizinische Versorgung vor Ort zu gewährleisten. Der Erhalt der Klinik soll nicht nur als medizinische Einrichtung, sondern auch als Arbeitgeber und verlässlicher Partner im Krisenfall gesichert werden.
Im Zentrum der Diskussion steht auch die Forderung, dass Kompetenzen und Kapazitäten am Standort Hennigsdorf langfristig erhalten bleiben, sodass die medizinische Versorgung im Süden Oberhavels aufrechterhalten werden kann.




