Klinikum Dessau bestätigt EPZmax-Status und plant OP-Robotik
EndoCert-Rezertifizierung erfolgreich abgeschlossen – robotergestützte Knieoperationen sollen ab November 2026 beginnen
Das Endoprothetikzentrum des Städtischen Klinikums Dessau hat seine Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) erfolgreich erneuert. Bei der Überprüfung im September 2026 bestätigten externe Fachexperten die Einhaltung der Qualitätsanforderungen der Initiative EndoCert. Zugleich kündigt das Klinikum an, ab November 2026 robotergestützte Kniegelenkersatzoperationen mit dem System VELYS durchzuführen.
Die Rezertifizierung umfasst neben der Qualifikation und Erfahrung der Operateure auch die Behandlungsabläufe, Patientensicherheit, Hygiene, Dokumentation und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Das Zentrum behandelt sowohl Patienten mit erstmaligem Hüft- oder Kniegelenkersatz als auch komplexe Fälle, darunter Prothesenwechsel bei Lockerungen, Infektionen oder Frakturen im Bereich künstlicher Gelenke.
In den Jahren 2024 und 2025 wurden am Endoprothetikzentrum nach Klinikangaben insgesamt mehr als 1.200 Operationen durchgeführt. Das Zentrum ist seit 2016 zertifiziert und trägt seit 2019 den Status eines Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung.
Robotergestützte Kniechirurgie ab November geplant
Mit dem System VELYS Robotic-Assisted Solution will das Klinikum seine operative Endoprothetik technisch erweitern. Die robotische Assistenz unterstützt Chirurgen während des Eingriffs bei der patientenindividuellen Positionierung und Ausrichtung künstlicher Kniegelenke.
Im Unterschied zu Verfahren, die eine präoperative CT-Untersuchung voraussetzen, erfasst VELYS die benötigten anatomischen Daten während der Operation. Eine zusätzliche CT-Untersuchung für die robotische Planung ist deshalb nicht erforderlich.
Das System liefert Messdaten in Echtzeit, übernimmt jedoch keine selbstständigen Operationsentscheidungen. Die Kontrolle verbleibt vollständig beim operierenden Arzt.
AOK hatte Kniegelenkersatz bereits 2025 hoch bewertet
Neben der erneuten EndoCert-Zertifizierung verweist das Klinikum auf seine Ergebnisse im AOK-Gesundheitsnavigator. Bereits 2025 erhielt das Haus für den Kniegelenkersatz bei Arthrose die Höchstbewertung von drei Lebensbäumen.
Damit gehörte das Klinikum in diesem Leistungsbereich zu den 20 Prozent der bewerteten Krankenhäuser mit den günstigsten risikoadjustierten Behandlungsergebnissen. Seit April 2026 leitet Falk Sonnabend das Endoprothetikzentrum. Gemeinsam mit Dr. Marek Rayzacher gehört er zu den Senior-Hauptoperateuren.
Mit der Rezertifizierung und der geplanten Einführung robotergestützter Knieoperationen setzt das Städtische Klinikum Dessau die Weiterentwicklung seines endoprothetischen Schwerpunkts fort.







