Klinikum Chemnitz und DIAKOMED Hartmannsdorf unterzeichnen Verbundvertrag
Neuer Klinikverbund sichert regionale Versorgung in Südwestsachsen
Die Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz und des DIAKOMED – Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land haben gemeinsam mit den Gesellschaftern, darunter die Städte Burgstädt und Limbach-Oberfrohna, den Verbundvertrag für eine strategische Zusammenarbeit notariell unterzeichnet. Der Start der Kooperation ist für den 1. Februar 2026 vorgesehen. Die endgültige Bestätigung des Verbunds erfolgt nach Verabschiedung des Krankenhausplans und der Genehmigung des Transformationsfonds durch das Sächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Verbund soll die medizinische Versorgung in Südwestsachsen langfristig stabilisieren, Spezialisierungen ermöglichen und wirtschaftliche Effizienzpotenziale erschließen. Durch die Konzentration bestimmter Leistungen auf hochspezialisierte Abteilungen werden Behandlungsqualität und Wirtschaftlichkeit gesteigert, während redundante Angebote abgebaut werden. Gleichzeitig ist die Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an beide Standorte ein zentrales Ziel.
Strategisch vorgesehen ist zunächst die sukzessive Nutzung von Synergien in den Dienstleistungsbereichen. Bis 2027 sollen invasive Kardiologie, (Tele-)Stroke Unit und Gefäßchirurgie vom DIAKOMED-Standort Hartmannsdorf an das Klinikum Chemnitz verlagert werden. Parallel dazu wird Hartmannsdorf als Elektivstandort für orthopädische Eingriffe gestärkt, und die akutgeriatrische Versorgung konzentriert und ausgebaut. Eine Neukonzeption der Notfallversorgung wird unter Berücksichtigung der noch nicht verabschiedeten Reform des Notfallgesetzes geprüft.
Martin Jonas, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz, betont: „Die Beteiligung des Klinikums Chemnitz am DIAKOMED – Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land ist eine strategisch und medizinisch sinnvolle sowie notwendige Maßnahme, um die regionale Versorgungssicherheit zu stärken, die Qualität zu verbessern, die Anforderungen der Krankenhausreform umzusetzen, Synergien und Wirtschaftlichkeit zu steigern und kommunale Gesundheitsstrukturen zukunftsfähig aufzustellen.“ Johannes Härtel, Kaufmännischer Direktor der Stadtmission Chemnitz, ergänzt: „Die Kooperation markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einer zukunftsfähigen, leistungsstarken und wohnortnahen Gesundheitsversorgung.“
Prof. Dr. Martin Wolz, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz, hebt die medizinische Strategie hervor: „Diese definiert ein klares Versorgungsprofil für beide Kooperationspartner, in dem Leistungsangebote standortübergreifend gebündelt, konzentriert oder neu verteilt werden. Ziel dieser Profilierung ist eine noch effektivere Versorgung bei gleichzeitiger Spezialisierung.“






