Klinikum Bielefeld sucht neue Doppelspitze nach Freistellung
Nach Abberufung der Geschäftsführerin Prof. Dr. Annegret Kuhn wird Personalagentur mit Nachfolgesuche beauftragt
Am Klinikum Bielefeld wird die Nachbesetzung der Geschäftsführungsposition in einer Doppelspitze neu organisiert. Hintergrund ist die im Mai erfolgte Freistellung von Prof. Dr. Annegret Kuhn durch den Aufsichtsrat, die bislang keine arbeitsrechtlichen Schritte gegen die Entscheidung eingeleitet hat. Für die Suche nach einer Nachfolge wurde nun eine externe Personalagentur beauftragt.
Wie das Westfalen-Blatt berichtet, habe die frühere Geschäftsführerin nach ihrer im Mai beschlossenen Abberufung bisher keine Klage gegen die arbeitsrechtliche Maßnahme des Aufsichtsrates eingereicht. Der entsprechende Beschluss sei einstimmig gefasst worden. Prof. Dr. Kuhn hatte ihre Position erst zum 1. April 2026 im Rahmen einer Doppelspitzenstruktur neben dem langjährigen Geschäftsführer Michael Ackermann angetreten und wurde bereits wenige Wochen später mit Wirkung zum 11. Mai wieder von ihren Aufgaben entbunden.
Die Neustrukturierung der Führungsebene erfolgt vor dem Hintergrund einer fortlaufenden organisatorischen und strategischen Weiterentwicklung des kommunalen Klinikums. Ziel der Doppelspitzenmodelle in deutschen Krankenhäusern ist es in der Regel, medizinische und kaufmännische Verantwortung stärker zu verzahnen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Für die erneute Besetzung der vakanten Position wird nun eine spezialisierte Personalagentur eingeschaltet.
Parallel dazu sei die rechtliche Aufarbeitung der Abberufung noch nicht abgeschlossen. Laut Bericht habe Prof. Dr. Kuhn zwischenzeitlich ihren anwaltlichen Vertreter gewechselt und werde nun von einer Kölner Kanzlei vertreten. Konkrete rechtliche Schritte gegen die Entscheidung des Aufsichtsrates seien jedoch bislang nicht bekannt.




