Klinikstandort Tettnang vor dem Aus gerettet

Bodenseekreis kauft Klinikimmobilien zurück und vermietet an OSK

Der Klinikstandort Tettnang bleibe erhalten. Wie der Südkurier berichtet, hat der Kreistag des Bodenseekreises den Rückkauf des Grundstücks und der Klinikgebäude beschlossen. Die Oberschwabenklinik gGmbH (OSK) soll die Immobilien künftig anmieten und den Standort mit einem neuen Versorgungskonzept aus OP-Zentrum und Medizinischem Versorgungszentrum weiterentwickeln.

Noch vor wenigen Monaten deutete vieles auf das endgültige Ende des Krankenhausstandorts Tettnang hin. Nun hat der Bodenseekreis eine Kehrtwende vollzogen und sich entschieden, Grundstück und Gebäude zurückzukaufen. Der Landkreis will die Klinik allerdings nicht selbst betreiben. Stattdessen sollen die Immobilien an die Oberschwabenklinik vermietet werden. Nach dem Bericht des Südkuriers eröffnet die Entscheidung eine neue Perspektive für den Standort, ist allerdings mit wirtschaftlichen und organisatorischen Risiken verbunden. Die Zukunft des Klinikstandorts soll damit nicht mehr über einen klassischen Krankenhausbetrieb gesichert werden, sondern über ein verändertes medizinisches Versorgungsmodell.

Die Entwicklung fällt zeitlich mit dem Betreiberwechsel am Klinikum Friedrichshafen zusammen. Der private Krankenhauskonzern AMEOS soll den Betrieb dort zum 1. August offiziell übernehmen. Für Tettnang zeichnet sich damit parallel ein eigenständiger Weg ab, der eine stärkere Vernetzung mit ambulanten und spezialisierten Versorgungsangeboten vorsieht.

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