Katholisches Klinikum Koblenz · Montabaur erzielt positives Jahresergebnis 2025
Leistungswachstum, Personalstabilisierung und Investitionen stärken wirtschaftliche Entwicklung des Klinikverbundes
Das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur (KKM) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen. In einem weiterhin von wirtschaftlichen Unsicherheiten, gesundheitspolitischen Reformen und strukturellen Herausforderungen geprägten Krankenhausumfeld wertet die Klinikleitung das Ergebnis als wichtigen Erfolg. Nach zwei Jahren mit negativen Jahresabschlüssen sei damit eine Trendwende gelungen.
Wie die Kaufmännische Direktorin Annette Schaade erläutert, basiert die positive Entwicklung auf mehreren Faktoren. Neben einer konsequenten Umsetzung wirtschaftlicher Maßnahmen habe insbesondere die Rückkehr zu steigenden Leistungszahlen zur Stabilisierung beigetragen. Nach den Rückgängen während und nach der Corona-Pandemie konnten sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich wieder mehr Patientinnen und Patienten versorgt werden.
Die gestiegenen Leistungszahlen hätten sich zudem in den Budgetvereinbarungen mit den Kostenträgern abbilden lassen und damit die wirtschaftliche Situation des Klinikverbundes verbessert. Gleichzeitig gelang es dem KKM nach eigenen Angaben, die Personalsituation deutlich zu stabilisieren. Offene Stellen konnten nachbesetzt und der Einsatz von kostenintensivem Leihpersonal auf Ausnahmefälle reduziert werden. Dadurch seien zusätzliche Versorgungskapazitäten geschaffen und mehr Betten regulär betrieben worden.
Auch bei der ärztlichen Besetzung wichtiger Führungspositionen sieht das Klinikum Fortschritte. Mehrere altersbedingt frei gewordene Chefarztstellen konnten im Jahr 2025 neu besetzt werden. Darüber hinaus habe das KKM wesentliche Budgetverhandlungen erfolgreich abgeschlossen beziehungsweise vorbereitet, wodurch finanzielle Rückstände aus Vorjahren reduziert werden konnten. Dies habe sich sowohl auf das Jahresergebnis als auch auf die Liquidität positiv ausgewirkt.
Investitionen in Versorgungsstrukturen geplant
Für das laufende Jahr 2026 plant das Direktorium weitere Maßnahmen zur Stärkung der medizinischen Versorgung und der wirtschaftlichen Stabilität. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau kritischer Kapazitäten.
Am Standort Montabaur soll die Intensivstation um zusätzliche Intermediate-Care-Betten (IMC) erweitert werden. Diese ermöglichen die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Überwachungsbedarf unterhalb der Intensivmedizin.
Am Standort Marienhof ist zudem der Aufbau einer sogenannten Post-Anesthesia Care Unit (PACU) vorgesehen. Diese Überwachungseinheit schließt die Versorgungslücke zwischen Intensivstation und Normalstation und soll insbesondere die postoperative Betreuung verbessern.
Darüber hinaus reagiert das Klinikum auf die zunehmende Ambulantisierung medizinischer Leistungen. Geplant ist eine stärkere organisatorische Trennung zwischen tagesgleichen Behandlungen und klassischen stationären Aufenthalten. Hintergrund sind unter anderem die Weiterentwicklung sektorengleicher Vergütungsmodelle sowie die Einführung von Hybrid-DRGs.
Wirtschaftlichkeit als Grundlage der Versorgung
Für Annette Schaade steht wirtschaftliches Handeln im Krankenhaus in engem Zusammenhang mit dem Versorgungsauftrag. Wirtschaftliche Stabilität sei kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung dafür, moderne Therapien, innovative Behandlungsverfahren und hochwertige Patientenversorgung langfristig sicherstellen zu können.
Mit dem positiven Jahresabschluss sieht sich das KKM auf einem stabilen Kurs. Gleichzeitig verweist die Klinikleitung auf die weiterhin bestehenden Unsicherheiten durch gesundheitspolitische Reformen und die Finanzierungssituation deutscher Krankenhäuser.




