Intensivpflegedienstleister meldet Insolvenz an
Das Amtsgericht Berlin Charlottenburg hat am 17. und 27. Februar 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung über die CCC-Unternehmensgruppe, einen Anbieter spezialisierter Intensivpflege für Erwachsene und Kinder, angeordnet. Die Unternehmensgruppe besteht aus der CCC Care Concepts Company GmbH und deren Tochtergesellschaften CCC West, CCC Süd und CCC Mitte.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus bestellt. Gemeinsam mit Rechtsanwältin Stephanie Hotopp begleitet er das nun eingeleitete Sanierungsverfahren. Der Geschäftsbetrieb läuft trotz Insolvenz uneingeschränkt weiter, während Maßnahmen zur Neustrukturierung geprüft werden.
Die wirtschaftlichen Probleme der Unternehmensgruppe sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen:
- Hohe Personalkosten und eine angespannte Marktlage im Pflegesektor
- Gesetzliche Änderungen, die zu neuen Vergütungsverhandlungen mit den Kostenträgern führten
- Eine ausgebliebene Großzahlung, die fest eingeplant war
Um eine langfristige Lösung zu finden, werden derzeit verschiedene Sanierungsmöglichkeiten, darunter eine Insolvenzplanlösung und ein Investorenprozess, geprüft.
Die 505 Mitarbeiter und 138 Bewohner der Pflegeeinrichtungen sind direkt von der Insolvenz betroffen. Die Löhne und Gehälter sind jedoch über das vorfinanzierte Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.
Laut Insolvenzverwalter Voigt-Salus liegt der Fokus darauf, eine Fortführungslösung zu entwickeln, um sowohl die Arbeitsplätze als auch die Pflegequalität zu erhalten. Auch Simon Leopold von ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG ist als kaufmännischer Berater involviert und erstellt derzeit eine Liquiditätsplanung.
Die Unternehmensgruppe sowie die Insolvenzverwaltung zeigen sich zuversichtlich, eine nachhaltige Sanierungslösung zu finden.






