Finanzlage der Krankenhäuser in Schleswig-Holstein bleibt angespannt
Vergütungskürzungen und Bürokratie belasten Kliniken – Landesregierung warnt vor weiteren Insolvenzen
Laut Angaben der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, über die die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, bleibt die finanzielle Situation der Krankenhäuser im Norden weiterhin kritisch. Die Mehrheit der Kliniken schreibt seit Jahren rote Zahlen, und eine Entspannung ist nach Einschätzung der Branche auch im Jahr 2026 nicht zu erwarten.
Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist eine von der schwarz-roten Bundesregierung beschlossene Vergütungskürzung in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Besonders zum Jahresende 2026 dürfte sich diese Maßnahme negativ auswirken, da ein auf zwölf Monate befristeter Rechnungszuschlag ausläuft, der bislang einen Teil der inflationsbedingt gestiegenen Kosten abgefedert hatte. Die Krankenhausgesellschaft verweist darauf, dass die hohen Ausgaben infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine – etwa für Energie und Sachkosten – bestehen bleiben, während der Zuschlag ab November entfällt.






