Harzklinikum als Hypertoniezentrum der Deutschen Hochdruckliga zertifiziert

Wernigeroder Klinik erreicht höchste Qualitätsstufe in der Behandlung von Bluthochdruck

Die Klinik für Interdisziplinäre Innere Medizin und Gefäßmedizin am Harzklinikum Wernigerode ist von der Deutschen Hochdruckliga (DHL) als Hypertoniezentrum zertifiziert worden. Die Auszeichnung erfolgte gemeinsam mit dem PHV-Institut für Nieren- und Hochdruckkrankheiten und bestätigt eine besondere fachliche Expertise in der Diagnostik und Behandlung von Bluthochdruckerkrankungen.

Mit der Zertifizierung zählt das Harzklinikum zu einer begrenzten Zahl spezialisierter Einrichtungen in Deutschland, die definierte Qualitätsanforderungen der Deutschen Hochdruckliga erfüllen. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Tom Schilling richtet sich das Angebot insbesondere an Patientinnen und Patienten mit therapieresistenter Hypertonie oder seltenen sekundären Formen des Bluthochdrucks.

Nach Angaben des Harzklinikums verfügen sechs Fachärztinnen und Fachärzte über die Zusatzqualifikation „Hypertensiologe DHL®“. Damit weist der Standort eine überdurchschnittlich hohe personelle Spezialisierung auf. Die Versorgung orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und umfasst sowohl eine differenzierte Ursachenabklärung als auch moderne Therapieansätze.

Zum Leistungsspektrum des Hypertoniezentrums gehören unter anderem die Diagnostik komplexer Ursachen wie Nierenarterienstenosen, hormoneller Störungen oder des Schlafapnoe-Syndroms. Neben der medikamentösen Behandlung wird bei ausgewählten Patientinnen und Patienten auch die renale Denervation eingesetzt – ein kathetergestütztes Verfahren zur Blutdrucksenkung bei unzureichendem Ansprechen auf konventionelle Therapien.

Die Zertifizierung ergänzt das bestehende Gefäßzentrum Harz am Standort Wernigerode und stärkt nach Angaben des Klinikums die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Angiologie, Nephrologie und Pneumologie. Bluthochdruck stehe häufig im Zusammenhang mit Gefäß-, Nieren-, Stoffwechsel- oder Atemwegserkrankungen, weshalb eine vernetzte Versorgung eine zentrale Rolle spiele. Bereits bei einer Fortbildungsveranstaltung für Zuweiser im November 2025 sei der hohe regionale Bedarf an interdisziplinärem Austausch deutlich geworden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert