Land fördert Wiederaufbau des ambulanten OPs am Johanniter-Krankenhaus Stendal

319.000 Euro aus Corona-Sondervermögen für Rückkehr zum präpandemischen Versorgungsniveau

Das Johanniter-Krankenhaus Stendal erhält Fördermittel zur Wiederherstellung des ambulanten Operierens. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne überreichte einen Zuwendungsbescheid über rund 319.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Corona-Sondervermögen des Landes und sollen sowohl pandemiebedingte Einschränkungen beheben als auch die strukturelle Vorsorge für künftige Versorgungskrisen verbessern.

Während der Corona-Pandemie waren die für ambulante Operationen vorgesehenen Räumlichkeiten temporär für ein externes Labor genutzt worden. Dadurch konnte das ambulante Operieren nur eingeschränkt stattfinden. Mit der nun bewilligten Förderung soll dieser Zustand rückgängig gemacht werden.

Trennung von ambulantem und stationärem OP als Lehre aus der Pandemie

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird das externe Labor nach Abschluss von Umbauarbeiten in die ehemalige Intensivstation verlegt. Parallel dazu werden die bisherigen OP-Räume technisch, hygienisch und funktional wiederhergestellt, sodass die früheren ambulanten OP-Kapazitäten erneut zur Verfügung stehen.

Gesundheitsministerin Grimm-Benne erklärte, das ambulante OP-Zentrum spiele eine wichtige Rolle an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, insbesondere für die Bevölkerung in der Altmark. Die bauliche und funktionale Abgrenzung vom stationären OP schaffe zugleich eine präventive Absicherung für mögliche künftige Pandemien.

Krankenhausdirektor Jens Domke betonte, dass mit der Förderung das ambulante Operieren wieder vollständig aufgenommen werden könne. Für die Patientinnen und Patienten bedeute dies eine gestärkte wohnortnahe Versorgung, zusätzliche OP-Kapazitäten und eine klare Trennung der Versorgungsbereiche. Gleichzeitig würden die labordiagnostischen Abläufe ohne strukturelle Einschränkungen gesichert.

Mit der Maßnahme verfolgt das Land Sachsen-Anhalt das Ziel, pandemiebedingte Provisorien zurückzuführen und gleichzeitig die Resilienz der Krankenhausstrukturen nachhaltig zu erhöhen.

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