Fake-News über Vilsbiburger Krankenhaus sorgen für Verunsicherung

WhatsApp-Sprachnachricht löst Gerüchte über angebliche Schließung aus – Landkreis prüft rechtliche Schritte

Im Landkreis Landshut haben am Montag wilde Gerüchte über eine angebliche Schließung des Krankenhauses Vilsbiburg für Verunsicherung gesorgt. Wie die Redaktion von Idowa berichtet, wurde die Falschmeldung über eine WhatsApp-Sprachnachricht verbreitet. Nach Prüfung stellte sich heraus, dass die Nachricht unbegründet war und das Krankenhaus nicht von einer Schließung betroffen ist.

Die Urheberin der Nachricht soll nach Angaben der Klinikmitarbeiterin selbst am Verbreitungsprozess beteiligt gewesen sein. Die Gründe für die Weitergabe scheinen politischer Natur zu sein: Laut Medienberichten soll die Nachricht während des laufenden Wahlkampfs als Manipulationsversuch eingesetzt worden sein. Der Landkreis erwägt nun rechtliche Schritte gegen die Verantwortliche.

Trotz der Richtigstellung sorgt die Nachricht weiterhin für Besorgnis unter den Bürgerinnen und Bürgern. Besonders in ländlichen Regionen wie dem Landkreis Landshut erzeugen derartige Falschmeldungen schnell Unsicherheit hinsichtlich der lokalen Gesundheitsversorgung. Klinikleitungen betonen, dass die Versorgung im Krankenhaus Vilsbiburg weiterhin planmäßig erfolgt und keine Schließungspläne bestehen.

SPD stellt klar: Keine Schließung des Krankenhauses Vilsbiburg geplant

Politische Vertreterinnen betonen Bestandsschutz und sachliche Informationspolitik
Angesichts kursierender Gerüchte über eine angebliche Schließung des Krankenhauses Vilsbiburg haben Sibylle Entwistle, 1. Bürgermeisterin der Stadt Vilsbiburg und Kreisrätin, sowie Ruth Müller, Landtagsabgeordnete und Kreisrätin, eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht. Darin betonen die SPD-Vertreterinnen, dass der Fortbestand aller fünf Standorte im Landkreis Landshut – einschließlich Vilsbiburg – vertraglich vereinbart ist und weiterhin gilt.

Die beiden Politikerinnen weisen darauf hin, dass aktuell Chefarztverträge im Zuge der Fusion der Krankenhäuser von Stadt und Landkreis neu verhandelt werden. Dies sei ein formaler Prozess, der keine Aussage über die Schließung oder Reduzierung einzelner Abteilungen treffe. Einzelne aus dem Zusammenhang gerissene Informationen, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden, könnten daher kein realistisches Gesamtbild vermitteln.

Besondere Bedeutung kommt in Vilsbiburg laut Stellungnahme den medizinischen Kernbereichen wie Innere Medizin und chirurgischer Versorgung zu. Diese Abteilungen seien unverzichtbar für die Notfallversorgung, die Stroke Unit und den sicheren Betrieb der Geburtenstation. Entwistle und Müller betonen, dass an diesen Strukturen nicht gerüttelt werde und der Standort langfristig leistungsfähig und zukunftsfest aufgestellt werden soll.

Darüber hinaus appellieren die SPD-Vertreterinnen an politische Akteure, die medizinische Versorgung nicht in Wahlkampfauseinandersetzungen zu instrumentalisieren. „Verunsicherung hilft niemandem – weder den Patientinnen und Patienten noch den Beschäftigten in unseren Kliniken“, heißt es in der Erklärung.

 

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