Engpässe im Klinikum Lüneburg: Früher Wegfall der Notfallversorgung in Geesthacht sorgt für steigende Patientenzahlen
Längere Wartezeiten in der Notaufnahme und Verschiebung planbarer Eingriffe – Klinikum informiert betroffene Patientinnen und Patienten persönlich
Das Klinikum Lüneburg verzeichnet derzeit ein deutlich erhöhtes Patientenaufkommen. Hintergrund ist der unerwartet frühe Wegfall der Notfallversorgung im Krankenhaus Geesthacht, das sich – entgegen der zuvor angekündigten Schließung zum 31. März 2026 – bereits zum Jahresbeginn von der Notfallambulanz abgemeldet hat. Nach Angaben der Gesundheitsholding Lüneburg führt dies zu mehr Verlegungen und Patiententransporten in umliegende Kliniken, darunter auch nach Lüneburg.
Zusätzlich belaste die aktuelle Witterungs- und Infektionslage die Versorgungssituation. „Zusätzlich zum unerwartet frühen Wegfall der Notfallambulanz in Geesthacht führen auch die hohe Zahl an Knochenbruchverletzungen infolge von Stürzen auf Eis und Schnee sowie saisonale Erkrankungen wie Lungenentzündungen oder Virusinfektionen zu einem aktuell sehr hohen Patientenaufkommen in unserem Haus“, so Geschäftsführer Dr. Michael Moormann. Die medizinische Versorgung bleibe gesichert, jedoch müssten sich Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme auf längere Wartezeiten einstellen: „Die Versorgung können wir sicherstellen, aber insbesondere in der Notaufnahme müssen sich Patientinnen und Patienten auf längere Wartezeiten einstellen.“
Ab dem 07. Januar 2026 müssen zudem zahlreiche geplante Operationen und Behandlungen verschoben oder abgesagt werden. Die betroffenen Patientinnen und Patienten werden nach Angaben des Klinikums individuell und persönlich informiert.






