Christliches Klinikum Unna: Neue Pflegedirektion übernimmt 1.100 Pflegekräfte

Skarupa und Reimer steuern Pflege im Umbau des CKU

Im Christliches Klinikum Unna (CKU) hat die Pflegedirektion eine neue Doppelspitze übernommen. Seit rund einem halben Jahr verantworten Julia Skarupa und Johannes Reimer die Leitung von rund 1.100 Mitarbeitenden in der Pflege. Wie das CKU mitteilt, erfolgt der Führungswechsel in einer Phase umfassender struktureller Veränderungen im Zuge eines geplanten Erweiterungsbaus.

Pflegedirektion CK Unna

Julia Skarupa und Johannes Reimer verantworten seit rund einem halben Jahr die Pflege im Katholischen Hospitalverbund Hellweg mit rund 1.100 Mitarbeitenden als Pflegedirektorin bzw. stellvertretender Pflegedirektor.
Foto: CK Unna

Im Zentrum der Personalentscheidung steht die strategische Neuausrichtung der Pflegeorganisation innerhalb des CKU, das zum Katholischer Hospitalverbund Hellweg gehört. Die neue Führungsstruktur soll insbesondere die bevorstehende Zusammenführung der beiden bisherigen Standorte am Standort CKU Mitte vorbereiten und organisatorisch begleiten. Damit rückt die Pflege als größte Berufsgruppe des Hauses mit rund 1.100 Beschäftigten noch stärker in den Fokus der Transformationsprozesse im Krankenhausbetrieb.

Julia Skarupa übernimmt die Pflegedirektion nach vorheriger Tätigkeit als stellvertretende Pflegedirektorin im CKU. Ihre berufliche Laufbahn begann nach dem Examen zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Jahr 2008 am Dreifaltigkeits-Hospital Lippstadt. Anschließend war sie mehrere Jahre im heutigen Christliches Klinikum Soest tätig und absolvierte parallel ein Studium im Bereich „Management im Sozial- und Gesundheitswesen“. 2022 übernahm sie die stellvertretende Pflegedirektion in Unna und sammelte dort bereits Führungserfahrung in zentralen Versorgungsstrukturen.

Ihr Stellvertreter Johannes Reimer ist seit vielen Jahren im Verbund tätig. Nach seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger im Jahr 2006 arbeitete er in verschiedenen Bereichen des heutigen Christlichen Klinikums Soest Mitte und leitete ab 2018 das Intensivteam in einer Doppelspitze. Parallel qualifizierte er sich durch ein Studium im „Gesundheits- und Pflegemanagement“ weiter und brachte seine Expertise in pflegerische Entwicklungsprojekte ein.

Mit Blick auf den geplanten Erweiterungsbau am CKU Mitte, in dem künftig alle Fachabteilungen gebündelt werden sollen, sprechen die neuen Pflegedirektoren von einer Phase hoher Dynamik. Die Zusammenführung der Standorte erfordere neue Organisationsformen und eine einheitliche pflegerische Struktur. Ziel sei es, ein gemeinsames Haus mit klaren Prozessen und gleichzeitig hoher Eigenverantwortung auf Stationsebene zu schaffen.

Reimer und Skarupa setzen dabei nach eigenen Angaben auf flachere Hierarchien, transparente Kommunikationswege sowie flexible Dienstplanmodelle, die bereits heute in einzelnen Bereichen umgesetzt werden. Die Pflegekräfte sollen stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, um die Versorgungsqualität im Zuge der strukturellen Veränderungen stabil zu halten.

Neben der internen Organisationsentwicklung rückt auch die Rolle des CKU als einer der größten Arbeitgeber im Kreis Unna in den Blick. Mit dem Neubauprojekt soll das Krankenhaus zu einem der modernsten Versorger der Region weiterentwickelt werden. Neben medizinischer Infrastruktur steht dabei zunehmend die Personalentwicklung im Mittelpunkt.

Die Pflegedirektion betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der zunehmenden Akademisierung der Pflegeberufe. Fort- und Weiterbildungen sowie Studiengänge sollen gezielt gefördert werden, um den wachsenden Anforderungen im Krankenhausmanagement und in der Patientenversorgung gerecht zu werden. Die neue Führung versteht sich dabei als gestaltender Teil eines langfristigen Transformationsprozesses im Verbund.

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