Was wird aus der Klinikreform?

Bund und Länder ringen um Details beim Umbau der Krankenhauslandschaft

Laut einem Beitrag in der SoVD-Zeitung verhandeln Bund und Länder weiterhin über die konkrete Ausgestaltung der Krankenhausreform, mit der Finanzierung, Struktur und Qualität der stationären Versorgung in Deutschland grundlegend verändert werden sollen. Ziel ist es, wirtschaftlich angeschlagene Kliniken zu stabilisieren und zugleich die Behandlungsqualität zu verbessern – in einem System, in dem zuletzt rund drei Viertel aller Krankenhäuser defizitär arbeiteten.

Der Sozialverband Deutschland bewertet die Reform grundsätzlich positiv. Die Einführung von Leistungsgruppen sei geeignet, „flächendeckend eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung sicherzustellen“, erklärte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier laut dem Bericht.

Gleichzeitig mahnt der Verband, dass Erreichbarkeit – insbesondere im ländlichen Raum – und eine funktionierende Notfallversorgung gewährleistet bleiben müssten. In Interviews betont der SoVD zudem, dass steigende Kosten nicht einseitig auf Versicherte abgewälzt werden dürften. Positiv bewertet wird, dass der Transformationsfonds nun aus Steuermitteln und zu gleichen Teilen von Bund und Ländern finanziert werden soll.

Eine klare Grenze sieht der Verband dort, wo medizinisch notwendige Leistungen eingeschränkt, verzögert oder aus Kostengründen verweigert würden.

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