Rhön Stiftung: Genossenschaften als Chance zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung im ländlichen Raum

Innovatives Modell soll Ärztemangel begegnen und Wartezeiten für Patientinnen und Patienten reduzieren

Die Rhön Stiftung hat ein Studienkonzept vorgestellt, das ärztliche Genossenschaften als Lösung für die Herausforderungen der ambulanten Versorgung in ländlichen Regionen diskutiert. Ziel ist es, dem Ärztemangel entgegenzuwirken, Wartezeiten zu verkürzen und die Behandlungsqualität zu steigern.

Das Modell ermöglicht Ärztinnen und Ärzten, mehr Patientinnen und Patienten zu versorgen und das dafür vorgesehene Budget zu behalten, was einen finanziellen Anreiz bietet. Gleichzeitig profitieren Patientinnen und Patienten von verkürzten Wartezeiten und einer höheren Behandlungsqualität. Auch Kostenträger und Kommunen können von effizienteren Strukturen profitieren, da die Versorgung günstiger und planbarer wird.

Allerdings gibt es auch Herausforderungen: Die Unterstützung durch Stakeholder ist nicht garantiert, und die Akzeptanz neuer Ansätze wie KI oder Substitution ärztlicher Aufgaben muss erst gewonnen werden. Zudem ist sicherzustellen, dass die Versorgungsqualität trotz Transformation nicht leidet, und die Umsetzung kann mit hohen Kosten verbunden sein – etwa für Technik, Lizenzen oder zusätzliches Personal.

Durch Innovation, Unternehmergeist und regionale Beteiligung könne die Versorgung in ländlichen Regionen langfristig gesichert werden. Das Genossenschaftsmodell biete Ärztinnen und Ärzten größere Selbstständigkeit und wirtschaftliche Anreize, während Patientinnen und Patienten von kürzeren Wartezeiten und zuverlässiger Versorgung profitieren.