Krankenhausreform: Länderplanungen bleiben hinter Erwartungen zurück
Studie von PROHEALTH REAL ESTATE zeigt geringe Konkretisierung bei Klinikschließungen, Bettenabbau und Standortnachnutzung
Die Umsetzung der Krankenhausreform kommt in den Bundesländern nur langsam voran. Eine aktuelle Untersuchung von PROHEALTH REAL ESTATE zeigt, dass konkrete Planungen zu Klinikschließungen, Bettenabbau und neuen Nutzungskonzepten vielerorts noch fehlen. Während der Reformanspruch auf eine strukturierte Neuordnung der Krankenhauslandschaft zielt, bleiben zahlreiche Länder bei belastbaren Aussagen zurück.
Die Krankenhausreform soll die stationäre Versorgung in Deutschland stärker an Qualitätsvorgaben, Leistungsgruppen und einer bedarfsgerechten Struktur ausrichten. Doch eine Analyse von PROHEALTH REAL ESTATE zeigt, dass die praktische Umsetzung der geplanten Veränderungen bislang nur begrenzt greifbar ist.
Für die Studie wurden schriftliche Antworten der Landesgesundheitsministerien sowie des Bundesamtes für Soziale Sicherung (BAS) auf einen standardisierten Fragenkatalog ausgewertet. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie weit die Länder ihre Planungen zu möglichen Klinikschließungen, einem Abbau von Bettenkapazitäten sowie zur zukünftigen Nutzung von Krankenhausstandorten bereits konkretisiert haben.
Das Ergebnis: Zwischen den politischen Zielsetzungen der Krankenhausreform und der tatsächlichen Planungstiefe der Länder besteht eine deutliche Diskrepanz. Nur ein Bundesland konnte einen konkreten Standort benennen, an dem Veränderungen vorgesehen sind, gleichzeitig die Größenordnung des geplanten Bettenabbaus darstellen und ein belastbares Konzept für die weitere Nutzung der Immobilie vorlegen.




