Fehlende Leistungsgruppe für Neugeborene sorgt für Verwerfungen in der Krankenhausplanung
Kritik an Systemlücke im Leistungsgruppenmodell mit Folgen für Geburtshilfe und Finanzierung
In der Weiterentwicklung des Leistungsgruppen-Systems im Rahmen der Krankenhausreform wird eine strukturelle Lücke kritisiert: Die Leistungsgruppe „Gesunde Neugeborene“ wurde weder im Krankenhausplan Nordrhein-Westfalen noch im bundesweiten System der Krankenhausplanung berücksichtigt. Hierzu informiert Kaysers Consilium.
Aktuell werden Neugeborene mit einem Geburtsgewicht über 1.500 Gramm der Leistungsgruppe „Perinataler Schwerpunkt“ zugeordnet. Damit gilt für Krankenhäuser mit Geburtshilfe im Level 4, dass sie im Rahmen einer möglichen Zuweisung durch den Medizinischen Dienst die Anforderungen der Versorgungsstufe Level 3 gemäß der G-BA-Richtlinie zur Qualität der Früh- und Reifgeborenenversorgung (QFR-RL) erfüllen müssen. Diese strukturellen Vorgaben stellen für viele der betroffenen Kliniken eine erhebliche Hürde dar, die in der Praxis nur schwer zu überwinden ist…






