Debatte um Krankenhausfinanzierung in Mecklenburg-Vorpommern

KGMV kritisiert Ankündigungen von Ministerin Drese als unzureichend

Die angekündigten finanziellen Verbesserungen für Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern stoßen auf scharfe Kritik der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV). Trotz der Versprechen von Gesundheitsministerin Stefanie Drese, die Sicherstellungszuschläge um 25 % zu erhöhen, bezeichnet KGMV-Geschäftsführer Uwe Borchmann die Maßnahmen als „kaum spürbar“.

Die Erhöhung von rund 3,3 Millionen Euro verteilt sich im Schnitt auf lediglich 100.000 Euro pro Klinik, was angesichts der jährlichen Umsätze von 20 bis 100 Millionen Euro je Einrichtung als unzureichend angesehen wird. Zusätzlich bemängelt die KGMV die unzureichende Regelung zur Refinanzierung der Tarifsteigerungen. Erste Verhandlungen über den Landesbasisfallwert scheiterten, was die finanzielle Planungssicherheit weiter verschärft.

Die KGMV fordert eine Festsetzung des Landesbasisfallwerts an der gesetzlichen Obergrenze und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Ministerium, Krankenhäusern und Krankenkassen, um die Herausforderungen in der Krankenhausfinanzierung effektiv zu bewältigen. Die aktuellen Maßnahmen werden als unzureichend angesehen, um die langfristige Stabilität der Kliniken zu gewährleisten.