Perioperatives Management der Herzinsuffizienz unter SGLT2-Inhibitoren
Wachsende Bedeutung einer differenzierten Therapie bei chirurgischen Eingriffen
Die chronische Herzinsuffizienz stellt eine der häufigsten relevanten Komorbiditäten bei Patientinnen und Patienten dar, die sich elektiven oder notfallmäßigen chirurgischen Eingriffen unterziehen müssen. Sie ist mit einer erhöhten Rate perioperativer Komplikationen, einer gesteigerten Mortalität sowie einer verlängerten postoperativen Erholungsphase assoziiert. Entsprechend kommt dem perioperativen Management dieser Patientengruppe eine zentrale Bedeutung zu.
Ein strukturiertes Behandlungskonzept umfasst dabei mehrere Ebenen: eine präoperative Risikostratifizierung mit gegebenenfalls erweiterter kardiologischer Diagnostik, ein angepasstes intraoperatives hämodynamisches Management sowie eine engmaschige postoperative Überwachung, um kardiale Dekompensationen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Grundsätzlich gilt, dass eine leitliniengerechte medikamentöse Herzinsuffizienztherapie – sofern keine Kontraindikationen bestehen – auch im perioperativen Setting fortgeführt werden sollte. Dies betrifft insbesondere die Basistherapie der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion, die in den vergangenen Jahren deutlich erweitert und differenziert wurde.
In diesem Zusammenhang rücken zunehmend die SGLT2-Inhibitoren (Sodium-Glucose-Cotransporter-2-Inhibitoren, SGLT2i) in den Fokus. Ursprünglich als antidiabetische Substanzklasse entwickelt, haben sie sich als fester Bestandteil der Herzinsuffizienztherapie etabliert – unabhängig vom Vorliegen eines Diabetes mellitus.






