Südhessen Kliniken: Neuer Name für fusioniertes Darmstädter Klinik-Duo
Klinikum Darmstadt und Elisabethenstift verschmelzen – Neuer Markenauftritt für „Campus Mitte“ und „Campus Woog“ vorgestellt
In der Darmstädter Centralstation wurde am vergangenen Mittwoch ein historischer Meilenstein der regionalen Gesundheitsversorgung gefeiert: Mit der Vorstellung des Namens „Südhessen Kliniken gGmbH“ startete offiziell der operative Zusammenschluss des Klinikums Darmstadt und des AGAPLESION Elisabethenstifts. Das neue Großkrankenhaus wird mit rund 1.300 Planbetten zum zweitgrößten Versorger Hessens aufsteigen. Ziel der Gesellschafter – der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der AGAPLESION gAG – ist es, die medizinische Kompetenz zu bündeln und den Standort als zukunftsorientierten Maximalversorger sowie attraktiven Arbeitgeber nachhaltig zu stärken.
Fließtext: Nach zwei Jahren intensiver Vorplanung tritt der Fusionsprozess nun in seine entscheidende Phase. Der neue Name „Südhessen Kliniken“ ging aus einem internen Wettbewerb hervor, bei dem Mitarbeitende über 150 Vorschläge einreichten. Der neue Markenauftritt unter dem Motto „Gesundheit. Neu denken. Gemeinsam.“ setzt auf Kontinuität und Erneuerung: Die gemeinsame Hausfarbe Blau bleibt in einer neuen Abstufung erhalten, während das Logo Offenheit und Beweglichkeit symbolisieren soll. Um die Identität der beiden Traditionsstandorte zu wahren und gleichzeitig die Zusammengehörigkeit zu fördern, firmieren die Häuser künftig als „Campus Mitte“ (ehemals Klinikum Darmstadt) und „Campus Woog“ (ehemals AGAPLESION Elisabethenstift).
Die operative Umsetzung des gemeinsamen Medizinkonzepts ist für das Jahr 2027 geplant. Dabei erfolgt eine klare strategische Profilbildung der Standorte: Der Campus Mitte wird als zentraler Maximalversorger weiter gestärkt. Hierhin ziehen Fachbereiche wie die Kardiologie, Gastroenterologie sowie die stationäre Viszeral- und Unfallchirurgie um. Parallel dazu werden die Notaufnahme und die Intensivstationen am Campus Mitte massiv erweitert. Der Campus Woog spezialisiert sich hingegen auf die elektive somatische Versorgung. Zudem werden die Haut- und die Augenklinik vom Klinikum in die Landgraf-Georg-Straße (Campus Woog) verlagert, während die Psychosomatik die dortige psychiatrische Klinik ergänzen wird.
Oberbürgermeister Hanno Benz und Dr. Markus Horneber betonten die Einzigartigkeit des Projekts, das eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen kommunalem und konfessionellem Träger darstellt. Für die Patientinnen und Patienten sowie die niedergelassene Ärzteschaft ändert sich im aktuellen Übergangsprozess zunächst nichts. Um die Belegschaften beider Häuser zusammenzuführen, nehmen in den kommenden Wochen fachübergreifende Projektgruppen ihre Arbeit auf, begleitet von Teambuilding-Maßnahmen wie gemeinsamen After-Work-Partys und einem Sommerfest.




