WMC-Gutachten schlägt Zentralklinik für Friesland und Wilhelmshaven vor

Machbarkeitsstudie empfiehlt Neubau als zukunftssicherste Lösung

Am 7. April 2025 wurden die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zur Krankenhausversorgung in Friesland und Wilhelmshaven vorgestellt. Im Auftrag des Landkreises Friesland und der Stadt Wilhelmshaven hatte das Beratungsunternehmen WMC HealthCare GmbH verschiedene Zukunftsszenarien für die Kliniken in Varel, Sande und Wilhelmshaven analysiert. Die Studie erfolgte vor dem Hintergrund der aktuellen Krankenhausreform auf Basis des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG), das seit Winter 2024 in Kraft ist.

Die Gutachter sprechen sich klar für eine „Einhäusigkeit“ aus – ein gemeinsames neues Klinikum, das Synergien bündelt und nachhaltig wirtschaftlich betrieben werden kann. Die Vorteile laut Gutachten:

  • Kostenersparnis von über 30 Millionen Euro gegenüber der Beibehaltung mehrerer Standorte
  • Zentralisierte Versorgungsstruktur mit kurzen Wegen, optimierter Patientenlogistik und effizientem Ressourceneinsatz
  • Bessere Möglichkeiten für Digitalisierung, Spezialisierung und moderne Pflegekonzepte

Zum Vergleich: Die Varianten mit mehreren Klinikstandorten bieten laut Studie nur ein Einsparpotenzial von rund 8 Millionen Euro und bergen ein höheres Risiko für künftige Defizite.

Die nun vorgelegten Varianten werden in den kommenden Wochen in den politischen Gremien der Stadt Wilhelmshaven und des Landkreises Friesland diskutiert. Ende April 2025 sollen die Vorschläge außerdem im Niedersächsischen Gesundheitsministerium vorgestellt und erörtert werden.