STATAMED in Norden wird fortgeführt
Selektivvertrag sichert innovatives Versorgungsmodell über Projektphase hinaus
Die Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden setzt das Versorgungsmodell STATAMED am Regionalen Gesundheitszentrum (RGZ) Norden über die bisherige Projektphase hinaus fort. Nach Abschluss der Interventionsphase des Innovationsfondsprojekts wird die Versorgung ab dem 1. April 2026 im Rahmen eines Selektivvertrags mit der AOK Niedersachsen weitergeführt.
Damit bleibt ein sektorenübergreifendes Versorgungskonzept erhalten, das seit seinem Start im April 2024 mehr als 600 Patientinnen und Patienten betreut hat. Ziel des Modells ist eine eng verzahnte Zusammenarbeit zwischen stationären und ambulanten Akteuren, um Behandlungsabläufe effizienter und patientenorientierter zu gestalten.
Kern des STATAMED-Ansatzes ist die umfassende Vernetzung von Krankenhaus, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten sowie dem Rettungsdienst. Die Versorgung erstreckt sich über den gesamten Behandlungspfad – von der prästationären Phase über den Klinikaufenthalt bis hin zur Nachsorge im häuslichen Umfeld oder in Pflegeeinrichtungen.
Ein zentrales Element des Modells sind sogenannte „Flying Nurses“. Diese speziell qualifizierten Pflegefachkräfte begleiten Patientinnen und Patienten kontinuierlich durch den Versorgungsprozess. Sie übernehmen koordinierende Aufgaben, stimmen sich eng mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten ab und erkennen frühzeitig Veränderungen im Gesundheitszustand. Ziel ist es, Versorgungsbrüche zu vermeiden und eine frühzeitige Intervention zu ermöglichen.
Nach Angaben der Projektverantwortlichen trägt insbesondere die enge Zusammenarbeit mit einweisenden Haus- und Fachärzten maßgeblich zum Erfolg des Modells bei. Durch die gezielte Einbindung geeigneter Patientinnen und Patienten könne eine hohe Versorgungsqualität sichergestellt werden.
Mit der Fortführung von STATAMED wird die Kontinuität eines innovativen Versorgungsansatzes gesichert, der auf integrierte und sektorenübergreifende Strukturen setzt. Gleichzeitig startet nun die wissenschaftliche Auswertung der im Projekt erhobenen Daten. Erste Ergebnisse werden für Herbst 2027 erwartet und könnten wichtige Impulse für die Weiterentwicklung vergleichbarer Modelle im Gesundheitswesen liefern.
Vor dem Hintergrund der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussionen um sektorenübergreifende Versorgung und effiziente Patientensteuerung wird STATAMED als Beispiel für praktikable Lösungsansätze im Versorgungssystem gesehen.







