Sana übernimmt Park-Klinik Weißensee in Berlin
Klinikverbund baut Gesundheitscluster Berlin-Brandenburg Nord weiter aus und stärkt regionale Versorgungsstrukturen
Die Sana Kliniken AG plant die Übernahme des Geschäftsbetriebs der Park-Klinik Weißensee sowie einzelner Tochtergesellschaften zum 1. Juni 2026. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Mit der Integration erweitert Sana sein Gesundheitscluster Berlin-Brandenburg Nord und setzt den strategischen Ausbau regionaler Versorgungsstrukturen fort.

Die Sana Kliniken AG beabsichtigt, den Geschäftsbetrieb der Park-Klinik Weißensee und einiger Tochtergesellschaften mit Wirkung zum 1. Juni 2026 zu übernehmen.
Foto: Sana Kliniken AG
Die Park-Klinik Weißensee ist ein Krankenhaus der Akut- und Regelversorgung im Berliner Bezirk Pankow mit 350 Betten und rund 770 Mitarbeitenden. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin versorgt die Klinik seit 1997 ein Einzugsgebiet von mehr als 400.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Nordosten Berlins. Gemeinsam mit dem Sana Klinikum Lichtenberg werden aktuell über 42.000 stationäre Fälle jährlich behandelt.
Mit zehn Fachabteilungen und fünf zertifizierten Zentren, darunter ein Darmzentrum sowie ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung, zählt die Park-Klinik zu den bedeutenden Versorgern im Berliner Nordosten. Die zentrale Notaufnahme behandelt nach Unternehmensangaben jährlich mehr als 29.000 Notfälle.
Für Sana ist die Transaktion Teil der strategischen Weiterentwicklung des regionalen Clusteransatzes. Zum Gesundheitscluster Berlin-Brandenburg Nord gehören bereits das Sana Klinikum Lichtenberg, das Paulinenkrankenhaus in Berlin-Charlottenburg sowie Klinikstandorte in Sommerfeld, Templin und Woltersdorf. Ergänzt wird der stationäre Bereich durch ambulante Gesundheitszentren mit mehr als 80 Kassensitzen und über 300.000 ambulanten Fällen pro Jahr.
Nach Angaben des Unternehmens soll die Integration der Park-Klinik Weißensee die regionale Vernetzung zwischen den Standorten Weißensee und Lichtenberg deutlich intensivieren. Geplant sind unter anderem gemeinsame Strukturen in der Sterilgutversorgung, der Krankenhausapotheke sowie in administrativen Bereichen. Ziel sei es, Synergien zu nutzen und die Versorgungsqualität langfristig zu stärken.
Thomas Lemke bezeichnete die Übernahme als weiteren Schritt im Ausbau regionaler Gesundheitsverbünde und verwies auf die laufende Transformation der Krankenhauslandschaft. In den vergangenen 18 Monaten hatte Sana bereits Klinikstandorte in Oberfranken, Sachsen und Duisburg übernommen.
Mit Jean Franke übernimmt erfahrene Sana-Führungskraft die Geschäftsführung

Jean Franke übernimmt künftig die operative Geschäftsführung der künftigen Sana Park-Klinik Weißensee GmbH
Foto: Sana Kliniken AG
Die künftige operative Geschäftsführung der Sana Park-Klinik Weißensee übernimmt Jean Franke. Sie ist seit rund zwei Jahrzehnten in verschiedenen Führungsfunktionen innerhalb des Konzerns tätig und verantwortet bereits das Berliner Gesundheitscluster. Nach Angaben des Unternehmens soll damit eine enge organisatorische und strategische Verzahnung der Standorte sichergestellt werden.
Im Rahmen der Konzernstrategie „Auf Kurs 2030“ verfolgt Sana nach eigenen Angaben insbesondere den Ausbau sektorenübergreifender Versorgungskonzepte sowie die Anpassung bestehender Klinikstrukturen an die Anforderungen der Krankenhausreform. Die Übernahme der Park-Klinik Weißensee stärkt zugleich die Marktposition des Konzerns: Mit dem neuen Standort wächst der Sana-Verbund auf mehr als 50 Krankenhäuser im deutschsprachigen Raum.
Für das Klinikmanagement gewinnt die Entwicklung regionaler Clusterstrukturen zunehmend an Bedeutung. Vor dem Hintergrund von Krankenhausreform, Fachkräftemangel und steigenden Investitionsanforderungen setzen große Klinikverbünde verstärkt auf Vernetzung, Zentralisierung unterstützender Prozesse und sektorenübergreifende Versorgungskonzepte.




