Rettungsschirm für insolventes St. Joseph-Krankenhaus Prüm: Kreis und Land sichern Weiterbetrieb
Eifelkreis und Rheinland-Pfalz stellen Investitionen und Verlustausgleich bereit
Der Eifelkreis Bitburg-Prüm und das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz spannen einen Rettungsschirm für das insolvente St. Joseph-Krankenhaus in Prüm auf. Der Kreistag stimmte am 3. März 2026 einstimmig zu, den Weiterbetrieb zu sichern, Defizite auszugleichen und notwendige Investitionen zu unterstützen.
Amtsgericht Bitburg startet Verfahren – Sanierungskonzept soll Standort sichern (11.02.2026)
Das St. Joseph-Krankenhaus in Prüm ist eine zentrale Einrichtung der stationären Versorgung in der Eifelregion und beschäftigt seit den 1980er-Jahren rund 450 Mitarbeitende in medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereichen. Die Sicherstellung der Grundversorgung im Prümer Land hat für Kreis und Land höchste Priorität.
Landrat Andreas Kruppert betont die Bedeutung des Standorts: „Dieses Krankenhaus muss erhalten bleiben, um die stationäre Versorgung in der Region sicherzustellen.“
Die geplanten Maßnahmen umfassen:
- Bereitstellung eines Verlustausgleichs 2026 durch den Eifelkreis.
- Organisation und Mitfinanzierung notwendiger baulicher Maßnahmen.
- Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz im Rahmen seiner Zuständigkeit.
Parallel läuft die Suche nach einem neuen langfristigen Träger, um ein tragfähiges Zukunftskonzept zu entwickeln. In einer ersten Stufe soll eine Vereinbarung zum vorläufigen Betrieb mit der bisherigen Trägergesellschaft St. Joseph-Krankenhaus gGmbH getroffen werden, inklusive Übernahme des auflaufenden Defizits 2026 durch den Kreis.
Die Stadt Prüm würdigt die Arbeit der Mitarbeitenden und unterstreicht die Bedeutung des Krankenhauses für die medizinische Grundversorgung in der Region. Gleichzeitig weist die Stadt Gerüchte über eine Schließung zurück: Der Standort ist gesichert, und das Land Rheinland-Pfalz hat Sicherheitsgarantien gegeben. Zur wirtschaftlichen Stabilisierung wird das Haus gemeinsam mit Sanierungsexperten der Kanzlei Niering Stock Tömp (NST) aus Köln geprüft und auf neue wirtschaftliche Füße gestellt.
Der Rettungsschirm von Kreis und Land soll sicherstellen, dass das St. Joseph-Krankenhaus Prüm langfristig weiter betrieben wird, Investitionen durchgeführt werden und die medizinische Versorgung in der Eifelregion dauerhaft gesichert bleibt.







