Ortenau Klinikum erhält 122 Millionen Euro Förderung für Neubau in Achern

Bund und Land unterstützen Klinikstrukturreform im Rahmen der „Agenda 2030 – Zukunft Gesundheit“

Das Ortenau Klinikum hat einen weiteren zentralen Schritt in seiner Strukturreform „Agenda 2030 – Zukunft Gesundheit“ erreicht. Für den geplanten Klinikneubau in Achern wurde dem Verbund nun offiziell ein Förderbescheid über rund 122 Millionen Euro im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds II bewilligt.

Die Finanzierung erfolgt zu gleichen Teilen durch den Bund über das Bundesamt für Soziale Sicherung sowie durch das Land Baden-Württemberg über das Sozialministerium. Insgesamt wird damit eine Förderquote von rund 70 Prozent der Investitionskosten erreicht. Der Neubau gilt als zentrales Projekt zur Neuausrichtung der stationären Versorgungsstruktur in der nördlichen Ortenau.

Landrat Thorsten Erny begrüßte die Entscheidung und bezeichnete die Förderzusage als wichtigen Meilenstein für die regionale Gesundheitsversorgung. Die Unterstützung von Bund und Land unterstreiche die strategische Bedeutung des Projekts für eine zukunftsfähige und leistungsfähige Kliniklandschaft in der Region. Besonders hervorgehoben wurde die im Vergleich hohe Förderquote, die über den bisherigen Erwartungen liegt.

Auch die Vorstandsvorsitzende des Ortenau Klinikums, Claudia Bauer-Rabe, bewertete den Förderbescheid als Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. Der Klinikverbund setze mit der Agenda 2030 konsequent auf eine Konzentration von Leistungen und den Ausbau moderner Klinikstandorte. Dies gehe mit der Schließung kleinerer Einheiten und der Bündelung medizinischer Angebote in neuen Strukturen einher.

Das Ortenau Klinikum zählt zu den größten kommunalen Krankenhausverbünden in Baden-Württemberg und versorgt jährlich rund 64.600 stationäre sowie über 188.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Mit dem Neubau in Achern wird die regionale Versorgungsstruktur neu geordnet und auf zentrale, leistungsfähigere Standorte ausgerichtet.

Das Projekt ist Teil einer umfassenden Transformation der Krankenhauslandschaft in der Region. Neben dem Neubau in Achern umfasst die Strategie auch die Entwicklung sogenannter Gesundheitszentren sowie sektorenübergreifender Versorgungsmodelle. Ziel ist es, medizinische Leistungen stärker zu bündeln und gleichzeitig die Versorgungsqualität langfristig zu sichern.

Für das Krankenhausmanagement steht das Projekt exemplarisch für die zunehmende Bedeutung strukturierter Förderprogramme und zentral gesteuerter Investitionsmaßnahmen im Rahmen der bundesweiten Krankenhausreform. Die Kombination aus hoher Investitionsförderung und Standortkonzentration gilt dabei als wesentlicher Hebel für die Modernisierung der stationären Versorgung in Deutschland.

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