MUL – CT, ZQP und SGW starten Kooperation für Gesundheitsinformation
Medizinische Universität Lausitz, Stiftung Gesundheitswissen und Zentrum für Qualität in der Pflege bündeln Forschung, Prävention und Transferprojekte
Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT), das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) und die Stiftung Gesundheitswissen (SGW) haben Rahmenverträge für eine strategische Kooperation unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit sind gemeinsame Projekte zur Gesundheitskompetenz, Pflegeinformation und Prävention für Bürgerinnen und Bürger in der Lausitz-Region.
Mit der Unterzeichnung der Rahmenverträge institutionalisieren die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT), das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) und die Stiftung Gesundheitswissen (SGW) eine bereits angelaufene Zusammenarbeit im Bereich Gesundheitsinformation und Versorgungsforschung. Im Fokus stehen insbesondere niedrigschwellige, bürgernahe Informationsangebote zu pflegerelevanten Themen sowie der Ausbau gemeinsamer Forschungs- und Bildungsprojekte.
Bereits umgesetzt sind erste Angebote wie Informationsbroschüren zu Themen wie Demenz, Inkontinenz oder Ernährung, die über ein sogenanntes Bibliotheks- und Gesundheitsmobil in der Region bereitgestellt werden. Dieses mobile Konzept dient als niederschwelliger Zugang zu Gesundheitswissen und wird nach Angaben der Beteiligten auch in Kooperation mit kommunalen Akteuren in Cottbus eingesetzt. Ergänzend dazu werden die Materialien im Rahmen des Projekts „Community Health Nurse“ im Ortsteil Spremberger Schwarze Pumpe zur Verfügung gestellt.
Die Kooperation verfolgt zudem einen wissenschaftlich-strategischen Ansatz. Geplant sind gemeinsame Forschungsprojekte zur Stärkung von Prävention, Patientensouveränität und zur Weiterentwicklung digital gestützter Gesundheitsinformationen. Darüber hinaus sollen Lehr- und Weiterbildungsformate sowie Programme zur Nachwuchsförderung im Gesundheitswesen aufgebaut werden. Die Beteiligten sehen darin einen Beitrag zur systematischen Verbesserung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung.
Für die MUL – CT betont der Vorstandsvorsitzende, dass Prävention stärker als bisher als strukturgebendes Element im Gesundheitswesen verankert werden müsse. Die Wissenschaftsvorständin verweist zugleich auf die Herausforderung, dass trotz wachsender Informationsangebote gesundheitsbewusstes Verhalten nicht im gleichen Maß zunehme. Dies unterstreiche die Bedeutung praxisnaher und lebensweltorientierter Bildungsangebote.
Auch die Partnerorganisationen ZQP und SGW sehen in der Kooperation einen wichtigen Schritt zur engeren Verzahnung von Wissenschaft, Versorgung und Gesellschaft. Im Zentrum steht dabei der Anspruch, wissenschaftlich fundierte Inhalte schneller in die praktische Anwendung zu überführen und gleichzeitig pflegerische Versorgungsthemen wie Demenzprävention, Pflegesicherheit oder Gewaltprävention stärker in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern.
Die Kooperation soll perspektivisch weiter ausgebaut werden und sowohl regionale Versorgungsstrukturen als auch überregionale Ansätze der Gesundheitskommunikation stärken. Damit entsteht ein Netzwerk, das Gesundheitsinformation, Pflegeforschung und Prävention enger miteinander verbindet und in konkrete Angebote für Bürgerinnen und Bürger übersetzt.




