Mönchengladbach startet Planung für Kinderklinik-Sanierung

Architekturvertrag für 35,6-Millionen-Euro-Projekt unterzeichnet – Modernisierung bis 2033 bei laufendem Krankenhausbetrieb

Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach haben einen weiteren Schritt zur Modernisierung ihres Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Elisabeth-Krankenhaus Rheydt vollzogen. Am 26. Oktober 2026 wurde der Vertrag mit dem beauftragten Architekturbüro ECF Architekten aus Aachen unterzeichnet. Für die umfassende Sanierung stellt das Land Nordrhein-Westfalen 35,6 Millionen Euro bereit. Die Arbeiten sollen bei laufendem Krankenhausbetrieb erfolgen und bis 2033 abgeschlossen sein.

Wie das regionale Nachrichtenportal Der Lokalbote berichtet, beginnt mit der Vertragsunterzeichnung die konkrete Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Vorgesehen ist eine etagenweise Kernsanierung des bestehenden Klinikgebäudes. Die Planungsleistungen umfassen neben der baulichen Modernisierung unter anderem Brandschutz, Hygiene, Barrierefreiheit und Medizintechnik.

Sanierung bei laufender Patientenversorgung

Die Modernisierung soll abschnittsweise umgesetzt werden, um die Versorgung der Kinder und Jugendlichen während der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Nach den veröffentlichten Vergabeunterlagen ist zunächst eine Aufstockung des bestehenden Kinderklinikgebäudes vorgesehen. Anschließend sollen die Stationen und Funktionsbereiche etagenweise saniert werden.

Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin versorgt nach Klinikangaben jährlich rund 7.100 Kinder und Jugendliche stationär sowie etwa 12.000 ambulant. Gemeinsam mit der Frauenheilkunde und Geburtshilfe bildet es ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe, Level 1.

Kinderärztliche Notfallpraxis soll integriert werden

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die geplante Einbindung der kinderärztlichen KV-Notfallpraxis in ein gemeinsames Notfallzentrum. Dadurch sollen die ambulante vertragsärztliche Versorgung und die Krankenhausnotfallversorgung räumlich und organisatorisch enger zusammengeführt werden.

Die Landesförderung über 35,6 Millionen Euro war bereits Ende November 2025 im Rahmen der nordrhein-westfälischen Krankenhausplanung zugesagt worden. Die Städtischen Kliniken wollen damit insbesondere die medizinische Infrastruktur, die Behandlungsbereiche und die Unterbringung der jungen Patientinnen und Patienten modernisieren. (1)

Mit der jetzt begonnenen Detailplanung geht das langfristige Investitionsvorhaben in die nächste Phase. Ein Beginn der eigentlichen Bauarbeiten wurde mit der Vertragsunterzeichnung noch nicht bekannt gegeben.