Landrätin Weigand äußert sich zur Schließung des Krankenhauses Maria Stern in Remagen
„Ein schwer hinzunehmender Verlust für die Region“
Die bevorstehende Schließung des Krankenhauses Maria Stern in Remagen trifft den Kreis Ahrweiler tief. Landrätin Cornelia Weigand bezeichnet die Entwicklung als „persönlich sehr schwer hinzunehmen“. Das Krankenhaus, das seit 1892 von den Franziskanerinnen von Nonnenwerth betrieben wurde, war für die Rheinschiene nicht nur medizinisch von Bedeutung, sondern spielte auch eine zentrale Rolle für die Menschen in der Region. Mit der Schließung endet eine über 130-jährige Geschichte.
Die Landrätin zeigte sich zwar nicht überrascht über das Scheitern eines möglichen Investoreneinstiegs nach dem gescheiterten Notartermin am 10. November, hatte jedoch gehofft, dass der Standort erhalten und neu ausgerichtet werden könnte. Trotz der Schließung des Hauses in Remagen sieht Weigand die akute medizinische Versorgung in der Region nicht gefährdet. Sie verweist auf das St. Nikolaus-Stiftshospital in Andernach, das Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler und das Franziskus Krankenhaus in Linz, die die Grundversorgung sicherstellen.
Weigand betont zugleich das bundesweite Problem des fortschreitenden Kliniksterbens. Über 80 Prozent der Kliniken schreiben rote Zahlen, Klinikinsolvenzen nehmen weiter zu, und die bestehende Klinikreform hat die Unterfinanzierung bei steigenden Betriebskosten bislang nicht gelöst. Zudem fehle es an öffentlichen Mitteln, um defizitäre Standorte zu erhalten. Die Landrätin unterstreicht die Dringlichkeit, leistungs- und zukunftsfähige Krankenhausstrukturen zu schaffen und zu erhalten – eine zentrale Aufgabe des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums.
Für den Landkreis Ahrweiler kommt dem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler künftig eine zentrale Rolle zu. Bereits im Januar 2026 wird dort eine neue Palliativeinheit in Betrieb gehen, die die Schließung der Palliativstation in Remagen kompensiert.
Abschließend spricht Weigand allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses Maria Stern ihren Dank aus: „Sie haben den Krankenhausbetrieb bis zuletzt aufrechterhalten und sich tagtäglich für das Patientenwohl eingesetzt. Ihnen gilt mein großer Dank und meine besten Wünsche für die Zukunft.“






