Klinikstandorte unter Druck: Schwarzwald-Baar-Kreis plant Schließung in Donaueschingen
Kreistag beschließt Konzentration der stationären Versorgung auf Villingen-Schwenningen
Wie der Staatsanzeiger berichtet, hat der Kreistag des Schwarzwald-Baar-Kreises mit großer Mehrheit die Schließung des Klinikstandorts Donaueschingen beschlossen.
Mit 49 zu drei Stimmen votierte der Kreistag des Schwarzwald-Baar-Kreises für die langfristige Konzentration der stationären Versorgung auf das Klinikum Villingen-Schwenningen. Das Krankenhaus in Donaueschingen mit bislang rund 250 Betten soll perspektivisch geschlossen werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings die Fertigstellung eines geplanten Erweiterungsbaus am Zentralstandort Villingen-Schwenningen. Nach Angaben des Klinikums könnte dies bis zu sechs Jahre dauern.
Hintergrund der Entscheidung ist die wirtschaftliche Situation des Klinikverbunds. Laut einem Gutachten sollen durch die Bündelung der Leistungen innerhalb von zehn Jahren Einsparungen von rund 77 Millionen Euro möglich sein. Künftig sollen sämtliche rund 1.000 Betten der Schwarzwald-Baar-Klinik am Standort Villingen-Schwenningen konzentriert werden. Von den insgesamt etwa 3.300 Beschäftigten arbeiten derzeit rund 400 in Donaueschingen.




