Erste Labor-Roboter im Einsatz: Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen modernisiert Laborbetrieb
Vollautomatisiertes System „ABB-Lab Table II“ unterstützt Versorgungssicherheit und entlastet Fachpersonal
Das Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen ist als erstes Krankenhaus in Duisburg in den vollautomatisierten Laborbetrieb mit Robotersystemen gestartet. Gemeinsam mit dem Labor „MVZ Dr. Stein + Kollegen“ wurde heute das neue System „ABB-Lab Table II“ in Betrieb genommen. Der Einsatz soll die Mitarbeitenden entlasten, den zunehmenden Fachkräftemangel im Bereich der Laboranalytik abfedern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit im Duisburger Westen stärken.
Der vollautomatisierte Laborbetrieb arbeitet rund um die Uhr. Zwischen 7 und 16 Uhr unterstützt das System die Beschäftigten in den Bereichen Klinische Chemie, Immunologie, Gerinnung und Hämatologie sowie bei prä- und postanalytischen Prozessen. Ab 16 Uhr übernimmt das System eigenständig und führt bis zu 7 Uhr sämtliche Untersuchungen durch. Mit einer Kapazität von bis zu 160 Proben pro Stunde deckt es nahezu alle Aufgaben moderner Laboranalytik ab; lediglich Urin- und Kreuzproben bleiben weiterhin in der Verantwortung menschlicher Fachkräfte oder spezieller Geräte.
Herzstück des Systems sind zwei ABB-Industrieroboter vom Typ IRB 1300 mit einer Armreichweite von 1,40 Metern. Sie übernehmen ab dem Probeneingang automatisierte Handlingschritte. Für den Einsatz der Robotik wurde das Labor entsprechend umgebaut, inklusive einer neuen Durchreiche, über die Mitarbeitende Proben einliefern können. Anschließend erfolgt der Transport und die Auswertung vollautomatisiert.
Krankenhausmanagerin Nicole Nierobisch betont die Alltagstauglichkeit der Technologie. Sie beschreibt das System als „selbsterklärendes und einfaches System“ und ordnet die Kooperation als „weiteren wichtigen Baustein bei der Modernisierung unseres Krankenhauses“ ein. Insbesondere im Hinblick auf altersbedingte Personalabgänge und fehlenden MTLA-Nachwuchs soll das System dabei unterstützen, das Drei-Schicht-System langfristig aufrechtzuerhalten.







Letzte Kommentare
Wir schließen uns der Bewertung und Einschätzung der DDG zur Entscheidung des Schlichtungsausschusses uneingeschränkt an
(...) Hinweis der Redaktion: Dieser Kommentar wurde aus rechtlichen Gründen entfernt bzw. angepasst. Persönliche Erfahrungen können geteilt werden, jedoch dürfen …
Die geplante Streichung der Meistbegünstigungsklausel würde – wie Reinhard Schaffert richtig hervorhebt – nicht nur kurzfristig 1,8 Milliarden Euro entziehen, …
genau diese Systematik beobachten wir auch in unserem Klinikum. Neben diesem, werden auch immer häufiger per § 301 REchnungen abgewiesen, …