Kreiskrankenhaus Alzey soll alle zehn Leistungsgruppen erhalten

Rheinland-Pfalz sieht das gesamte beantragte Leistungsspektrum vor – kommunales Krankenhaus erhält damit wichtige Perspektive

Das Kreiskrankenhaus Alzey soll im Zuge der neuen Krankenhausplanung in Rheinland-Pfalz alle zehn beantragten Leistungsgruppen erhalten. Damit ist gut ein Jahr nach der Übernahme durch den Landkreis Alzey-Worms das gesamte beantragte medizinische Leistungsspektrum in der aktuellen Landesplanung für den Standort vorgesehen.

Zu den vorgesehenen Leistungsgruppen gehören unter anderem Allgemeine Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie, die Endoprothetik von Hüfte und Knie, Wirbelsäuleneingriffe, Geriatrie und Palliativmedizin sowie Intensivmedizin, HNO und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.

Für das Kreiskrankenhaus bedeutet die Planung eine wichtige Grundlage für die weitere Standortentwicklung. In den vergangenen Monaten hatte das Haus nach eigenen Angaben seine medizinischen Strukturen auf die Anforderungen der Krankenhausreform vorbereitet und zusätzliche Fachärzte gewonnen.

Krankenhaus verweist auf hohen regionalen Versorgungsanteil

Das Kreiskrankenhaus begründet sein Leistungsspektrum mit der demografischen Struktur der Region. Rund zwei Drittel der stationären Patienten seien älter als 60 Jahre, mehr als die Hälfte über 70 Jahre. Im Umkreis von fünf Fahrminuten erreicht das Krankenhaus nach eigenen Angaben in Innerer Medizin und Geriatrie einen Marktanteil von rund 60 Prozent, in der Allgemeinen Chirurgie rund 40 Prozent.

Die vorgesehenen Leistungsgruppen sind allerdings noch nicht mit einer endgültigen Zuweisung gleichzusetzen. Die aktuelle Planung des Landes bildet zunächst die Grundlage für die weiteren Schritte im Verfahren der Krankenhausreform.